Vista vs. XP: Welches Windows passt zu welchem Benutzer?
Der Rentner und Späteinsteiger
Die Verlässlichkeit kann logischerweise bei einem frisch auf den Markt kommenden Betriebssystem nicht so hoch sein - auch hier müssen Sicherheitslücken erst gefunden werden, damit Microsoft sie beheben kann. Der Erfahrungsschatz mit XP gerade im täglichen Umgang ist deutlich größer, auch die Hardware-Anforderungen bleiben hier auf einem akzeptablen Niveau. Erfahrene User sollten also mit dem Wechsel auf Windows Vista warten, bis sich das neue OS gemausert hat und die gewohnte Zuverlässigkeit geboten werden kann. Fürher oder später sollten aber auch Profis wechseln, denn Vista wird zwangsläufig die Zukunft der Betriebssysteme darstellen und der neue Standard werden. Aber eben nicht über Nacht - deswegen ist XP vorerst die bessere Wahl.
Ältere Menschen und solche, die erst in fortgeschrittenem Alter mit der Arbeit am PC begonnen haben, setzen auf andere Faktoren bei der Wahl des Betriebssystems: Selbsterklärend, so leicht wie möglich, umfangreiche Hilfsdienste - das wünschen sich die meisten Älteren. Noch mehr als Gelegenheits-Klicker begreifen sie den PC nicht zwangsläufig als Ganzes, sondern navigieren über immer gleiche Wege zum Ziel. Beständigkeit ist hier also ebenso wichtig wie ein stabiles OS - den ein Absturz übersteigt oftmals die Fähigkeiten und sollte deshalb nicht vorkommen.
Auch Systemeinstellungen sind ein Tabuthema, deshalb sollte hier das Betriebssystem den Anwender vor sich selbst schützen können. Vollkommen egal sind dafür Leistung, Konfigurierbarkeit oder Spieletauglichkeit. Die Standardprogramme wie Internet, Office-Software und E-Mail müssen leicht zu erreichen sein - an diese Funktionen können sich die Rentner gewöhnen, der Rest interessiert nicht. Eine ansprechende Oberfläche ist vor allem dann gewünscht, wenn sie klar strukturiert ist und nicht überfrachtet wirkt.
Der Späteinsteiger
Windows XP
Die meisten älteren Semester haben vor einigen Jahren mit XP ihre ersten Schritte gemacht und sich an diese Umgebung gewöhnt. Allein aus psychologischer Sicht ist daher ein Umstieg auf Vista schwierig. Darüber hinaus bietet der Wechsel ihnen keinen nennenswerten Vorteil in ihrem Computer-Alltag. Wenn es umbedingt netter aussehen soll und die Icons eine Nummer größer und hochauflösender sein könnten, hilft vielleicht auch die Vista-Optik in XP. Rentner und Späteinsteiger sollten deshalb möglichst bei Windows XP bleiben - denn hier kennen sie sich aus, haben ihre festgelegten Herangehensweisen und fühlen sich im Allgemeinen wohl. Außerdem ist meistens ihr PC nicht auf dem neusten Stand der Technik. Den braucht Vista allerdings, der Sinn einer Neuanschaffung offenbart sich daher vielen Älteren nicht.
Der Multimedia-Mogul
Für diesen Benutzertyp ist der heimische Computer in erster Linie eine Multimedia-Plattform. Seine Leidenschaft sind Filme, Musik und Fotos, die er allesamt auf dem PC erstellt, editiert und konsumiert. Spiele, Büro-Anwendungen und Systemoptimierungen interessieren in nur peripher. Daher ist auch die Leistung des Computers nicht vorrangig, die benötigten Programme sollten halt funktionieren. Multimedia-Mogule sind oft Schöngeister, die auch eine nette Optik beim Betriebssystem zu schätzen wissen.






