Digitalkamera-Zubehör: Polfilter
Anwendung
Das Polarisationsfilter wird vor das Objektiv der Kamera geschraubt oder gehalten. Schon mit bloßem Auge lässt sich der Effekt des Filters beobachten. Dazu das Filter einfach so weit drehen, bis der Effekt gefällt. Bei einer Spiegelreflexkamera kann der Effekt wunderbar durch den Sucher erkannt werden. Eine Digitalkamera zeigt den Effekt etwas schwächer auf dem Display. Ein Polfilter macht nur Sinn, wenn die Sonne scheint, bei wolkenverhangenem Himmel zeigt er keine Wirkung, da hier kaum polarisiertes Licht entsteht. Am stärksten zeigt sich die Wirkung des Filters, wenn die Sonne in einem Winkel von 40 bis 60 Grad horizontal zur Blickrichtung steht.


Ein weiteres Einsatzgebiet für ein Polfilter ist die Eliminierung von lästigen Spiegelungen und Reflexionen. Wer zum Beispiel glänzende Flächen oder durch Glasscheiben hindurch fotografieren möchte, kann mit einem Polfilter störende Reflexe aus dem Foto nehmen. An einem See mit klarem Wasser kann man mit einem Polfiter ins Wasser hinein fotografieren und je nach Tiefe sogar Details am Grund sichtbar machen.
Bewegen Sie den Mauszeiger über das Bild und drehen Sie somit virtuell am Polfilter. Die Spiegelung im Schaufenster wird deutlich vermindert.
Dazu ist es wichtig zu wissen, dass eine Spiegelung auf zum Beispiel Glas oder Wasser größtenteils durch polarisiertes Licht entsteht. Die Lichtwellen werden bei der Spiegelung polarisiert, wenn sie etwa auf das Glas eines Schaufensters treffen. Die Wellen der Spiegelung schwingen nun in eine Richtung, anders als die Wellen des Umgebungslichts. Nun wird das Polfilter jedoch nicht dazu verwendet, ausschließlich das polarisierte Licht einzufangen, so wie beim blauen Himmel, sondern das Filter wird so gedreht, dass das Licht der Spiegelung nicht durch das Gitter dringen kann. Die Spiegelung verschwindet auf diese Art aus dem Foto.
