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13.09.2006
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MetaMachine schaltet Client ab und zahlt 30 Millionen US-Dollar

MetaMachine gibt auf: eDonkey2000 ist tot

Christoph Scholl

Nach langem Streit mit der Musikindustrie gibt die Firma MetaMachine, Entwickler des eDonkey2000-Clients, auf. Die Software wird ab sofort nicht mehr weiterentwickelt und vertrieben. Seit gestern werden viele eDonkey2000-Nutzer beim Start des Programms zur Deinstallation aufgefordert. Eine Verbindung zum eDonkey-Netzwerk ist mit diesem Client nicht mehr möglich.

Zudem erscheint beim Aufruf der eDonkey-Webseiten nur noch ein Hinweis der Betreiber:

"The eDonkey2000 Network is no longer available. If you steal music or movies, you are breaking the law. Courts around the world -- including the United States Supreme Court -- have ruled that businesses and individuals can be prosecuted for illegal downloading. You are not anonymous when you illegally download copyrighted material. Your IP address is xxx.xxx.xxx.xxx and has been logged. Respect the music, download legally. Goodbye Everyone."

Auch wenn der Hinweis auf der (ehemaligen) eDonkey2000-Webseite etwas anderes suggeriert: Das eDonkey-Netz ist nicht tot. Der Dateitausch wird auch weiterhin, beipielsweise über den Client eMule, möglich sein. Lediglich die Fans von eDonkey2000 müssen sich nach einem anderen Programm umschauen.

MetaMachine war eine von sieben US-amerikanischen P2P-Firmen, auf die sich die RIAA (Recording Industry Association of America) seit letztem Herbst eingeschossen hat. Die RIAA hatte die Unternehmen in einem Brief gewarnt, rechtliche Schritte einzuleiten, sollten die Filesharing-Firmen ihre Produkte der Webgemeinde weiterhin zur Verfügung stellen. Nachdem bereits BearShare, i2Hub, WinMX und Grokster eingeknickt waren, haben jetzt auch die eDonkey2000-Entwickler das Handtuch geworfen. So hat sich MetaMachine nicht nur dazu bereit erklärt, seinen Client nicht mehr weiter zu vertreiben, sondern zahlt zudem 30 Millionen US-Dollar Schadensersatz an die Musikindustrie.

Filesharing: Bleibt alles beim Alten?

Auf das P2P-Netz eDonkey wird die Aufgabe MetaMachines wohl keine großen Auswirkungen haben. Die meisten User des beliebten Filesharing-Netzes nutzen ohnehin den Open-Source-Client eMule, um Dateien über das eDonkey-Netz zu tauschen. Viele ehemalige eDonkey2000-Fans werden in den nächsten Wochen und Monaten wohl ebenfalls auf eMule umsteigen und der Dateitausch wird ungehindert weitergehen.

Mit der Aufgabe der eDonkey2000-Macher hat sich unterdessen das fortgesetzt, was mit der Schließung Napsters 2002 begann und mit einer außergerichtlichen Einigung der Kazaa-Macher mit der Musikindustrie in diesem Jahr seinen bisherigen Höhepunkt fand: P2P-Netze und -Clients, die von einem kommerziellen Entwickler auf die Beine gestellt werden, müssen früher oder später aufgeben, da die Unternehmen von der Musik- und Filmindustrie angreifbar sind. Open-Source-Netze und -Clients (man denke nur an BitTorrent) entwickeln sich hingegen immer mehr zu beständigen Alternativen, denen die Unterhaltungsindustrie nicht so schnell an Kragen kann.

Für das weltweite Filesharing bedeutet dies: Clients wie Kazaa und eDonkey2000 verschwinden langfristig - das Tauschen von Dateien über das Internet geht jedoch unvermindert weiter - nur eben über eMule oder gleich bei BitTorrent.


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Helfried, am 24.09.2006 22:45

Na schön, dann eben eMule ...


egal, am 07.11.2006 01:16

schaltet den internetexplorer offline, entfernt alle registryeinträge des edonkey.
iexplorer offline lassen, edonkey starten und saugen


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