AOL, MSN, ICQ und Yahoo im Portrait
Instant Messenger: Dienste und Clients der Netzwerke vorgestellt
Fabian Parusel
Um Google Talk nutzen zu können, wird eine Google-Mail-Adresse benötigt, wie bei Googles Beta-Diensten üblich. Doch Jabber wird auch von anderen Clients verwendet, so auch Gajim zum Beispiel. Besonders interessant ist die Tatsache, dass Jabber auf allen Plattformen gleich funktioniert, egal ob Linux, Mac oder Windows. Neu ist ein Inkscape-Plugin, was das Teilen einer Arbeitsfläche erlaubt. Sie können also von zwei entfernten Rechnern die gleiche Grafik-Datei simultan bearbeiten, das ist nur ein Beispiel der vielfältigen Möglichkeiten von Jabber.
Jabber-Fazit: Jabber wird derzeit erst von etwa 4 Millionen Nutzern verwendet. Das Netzwerk ist noch sehr klein, aber die offene Struktur und die Möglichkeit der Kommunikation mit anderen Netzwerken, ohne dort selbst angemeldet zu sein, wird Jabber sicherlich weit nach vorne treiben.
Welches Netzwerk ist am besten?
Es sind keine markanten Merkmale feststellbar, die einem Netzwerk das Prädikat "überlegen" zuschreiben könnten. Alle Dienste bieten nahezu dieselben Funktionen: Texten, Daten verschicken, Bilder teilen, Voice-Chat (nicht zu verwechseln mit Internet-Telefonie) und Video-Chat. Es ist empfehlenswert, sich dem Gruppenzwang zu beugen und zu dem Dienst zu gehen, bei dem man die meisten Leute kennt.
Wer neben Texten auch Sprachanrufe tätigen will, der sollte Skype und Google Talk ausprobieren, denn das lösen diese Tools viel besser. Wie schon zu Beginn angesprochen, liefern so genannte Multi-Protokoll-Clients unzählige Alternativen zu den Clients der vier großen Anbieter. Diese Clients unterstützen zwar nur selten alle Features des Original-Programms, dafür können Sie meist mit allen vier Netzwerken kommunizieren. Wer nur textet und ab und an mal eine Datei verschickt, der kann getrost auf die Mutitalente zurückgreifen.
Sie heißen Miranda, Gaim, Trillian, SIM und Co. und sie bietet praktische Alternativen zu den meist klobigen Tools der Netzwerke. Werbefrei und schonend für Speicher und Grafikkarte. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Tools haben, verrät netzwelt in einem weiteren Artikel zu Instant Messengern. Um unterwegs und an fremden Rechnern auch uneingeschränkt chatten zu können, helfen Web-Clients wie Meebo und Co., auch die hat netzwelt ausgiebig getestet.
Die Grafik zeigt einen kleinen Überblick über die Features der einzelnen Netzwerke (Klick vergrößert).
Instant Messenger sind für die Kommunikation im Web beinahe so wichtig geworden wie die E-Mail. Welches Netzwerk Sie wählen, bestimmt der Verwendungszweck und der Bekanntenkreis. Möchten Sie die Extra-Features der Anbieter verwenden, bleibt Ihnen nichts übrig, außer die Standard-Clients zu verwenden, nur zum Texten sind die Multi-Clients oft praktischer, vor allem aber sparen sie wertvolle Systemressourcen.
Die Links zum Download der Programme erhalten Sie wie immer bei der netzwelt in der Linkbox direkt unter diesem Artikel.
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