AOL, MSN, ICQ und Yahoo im Portrait
Instant Messenger: Dienste und Clients der Netzwerke vorgestellt
Fabian Parusel
Live-Messenger-Fazit: Microsoft-Produkte glänzen selten durch extrem Ressourcen sparendes Verhalten, dafür sind sie sehr gut mit dem Betriebssystem verknüpft. So auch der Live Messenger. Auch die Größe des Tools in Pixeln hat viele Kritiker, bei der Standard-Auflösung von 1024 horizontalen Pixeln belegt das Tool beinahe ein Viertel der Bildschirmbreite.
Microsoft will es sich nicht gefallen lassen, dass AOL und ICQ den Markt anführen. Der eigene Dienst läuft zwar ganz gut, aber allein besteht keine Chance, zu AIM und ICQ aufzuschließen. So wurde beschlossen, dass sich auch die Messenger von Yahoo und Microsoft vereinigen. Schon ab der nächsten Version sollen zumindest Textnachrichten netzwerkübergreifend verschickt werden können.
Noch ist Yahoo allerdings alleine unterwegs. Den rund 20 Millionen angemeldeten Nutzern wird dabei ein Client angeboten, der dem von Microsoft schon jetzt sehr ähnelt. Zumindest in Sachen Ausmaße und Resourcenverbrauch. Der Messenger genehmigt sich im normalen Betrieb satte 44 Megabyte, und das dauerhaft. Darüber hinaus ist ständig eine Werbeeinblendung zu sehen, die das Tool nicht gerade hübscher macht.
Größe scheint im Trend zu liegen, auch der Yahoo Messenger ist riesig. Unzählige Schaltflächen und Drop-Down-Menüs füllen das große Programmfenster. Zwar sind so alle Funktionen schnell erreichbar, der Übersichtlichkeit ist das jedoch eher abträglich. Positiv aufgefallen sind die vielen Extras wie Spiele, Bilderdienst und Voice-Chat. Für Liebhaber von Mehrspieler Java-Games bietet der Y!M einige Möglichkeiten, sich mit seinen Buddies zu messen.
Yahoo!-Fazit: Der Yahoo-Messenger folgt dem Trend zum großen und sperrigen Client. Das Speicherverbrauch ist jenseits allen Maßes und auch das Design lässt einige Wünsche offen. Die Funktionalität des Netzwerks unterscheidet sich jedoch kaum von den anderen Anbietern.
Jabber ist jung und unabhängig, sein Quellcode ist offen, genauso wie seine Netzwerk-Architektur. Als einziger Dienst kann Jabber auch mit den vier anderen Netzwerken kommunizieren. Einen eigenen Client gibt es von dem Netzwerk nicht, dafür eine Vielzahl an Programmen, die Jabber verwenden, auch Google Talk, mit dem Google in die VoIP-Sparte eindringen will.
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