AOL, MSN, ICQ und Yahoo im Portrait
Instant Messenger: Dienste und Clients der Netzwerke vorgestellt
Fabian Parusel
AOL hat ICQ nach drei erfolgreichen Jahren erworben. Dadurch kamen beide Programme zusammen auf einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Über die Zeit hat sich ICQ immer mehr dem Protokoll von AIM angepasst und so ist es heute möglich, zwischen den Diensten zu kommunizieren. Allerdings funktioniert die Erkennung, ob jemand online oder offline ist, nicht immer optimal.
Auch Nicht-AOL-Kunden können sich einen Messenger-Account erstellen, um AIM und die AOL-E-Mail-Adresse zu nutzen. Auch AOL bietet die Zusatzfunktionen des Audio- und Video-Chat. Spiele sind wiederum keine integriert. Der Vorteil ist, dass in die Buddyliste von AOL auch Freunde mit ICQ integriert werden können.
Doch auch AIM erweist sich als wahrer Speicherfresser: Ebenfalls 15 bis 20 Megabyte als Durchschnittsverbrauch sind nicht unbedingt praktisch. Vor allem, da IM ständig laufen, sollten die Systemressourcen nicht allzu sehr beansprucht werden. Dazu kommt ein riesiges Werbefenster, das ununterbrochen Werbeclips sendet. Gerade dadurch werden Prozessor und Grafikchip ständig belastet.
AIM-Fazit: Bei AIM stehen ähnliche Punkte auf der Kontra-Seite wie bei ICQ. Der Client ist hungrig nach Ressourcen und blendet Werbung ein. Die Abmessungen der Software sind auch nicht gerade sparsam, sodass sie oft andere Anwendungen überdeckt.
Windows Live Messenger: Der Verfolger
Aus dem MSN Messenger ist der Windows Live Messenger geworden, mittlerweile in der achten Version. Microsoft möchte seinen Messenger ähnlich wie Outlook und den Internet Explorer fest in das Betriebssystem einbinden. Internet-Telefonie, Webcam-Konferenzen und Online Flashgames bietet Microsofts IM natürlich auch.
Microsofts Messenger setzt neue Höchstmarken für die Ausmaße und auch für den Ressourcenverbrauch. Im normalen Betrieb, ohne Chatfenster oder ähnliches, frisst der Live Messenger ganze 38 Megabyte des wertvollen Arbeitsspeichers. Das ist zwar typisch Microsoft, aber benutzerfreundlich ist es nicht gerade, besonders da IM ständig laufen. Das schränkt die Performance etwas schwächerer Rechner schon deutlich ein.
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