Ganz schön groß, der Kleine
PC-Konkurrenz für Mac Mini: Shuttle mini XPC X 100 im Test
Benjamin Schnitzler
Der Mac Mini bekommt eckige Konkurrenz aus der PC-Sparte, genauer gesagt vom neuen Shuttle mini XPC X 100: so groß wie ein DIN-A4-Blatt, bloß fünfeinhalb Zentimeter hoch und leichter als ein großes Notebook. Wie bei Apple ist dank eines Intel Core Duo bestens für flotten Vortrieb gesorgt, für Spiele ist eine Grafikkarte von Ati zuständig. Bringt der X 100 trotz seiner zwergenhaften Ausmaße wirklich alles mit, was ein vollwertiger PC braucht? Netzwelt macht den Test.
Mittlerweile finden sich die Würfel-PCs von Shuttle nicht nur auf dem Gabentisch so genannter Sciencetainment-Sendungen, wo sie gegen die höchstwahrscheinlich richtige Beantwortung intelligenzverachtender Fragen den Besitzer wechseln, sondern auch auf immer mehr Schreibtischen. Gegen das neueste Modell sehen sie vielleicht nicht unbedingt alt aus, aber ausgesprochen klobig.
Inhalt
Konfigurier' mich
Spart Platz und Strom
Spieletauglich, aber kein Gaming-PC
Fazit
Spiele- und System-Benchmarks
Datenblatt
Für viele war der Commodore 64 der erste Computer im Leben, den Tester eingeschlossen. Deshalb stellt sich beim Anblick des Shuttle mini XPC X 100 das nostalgisch geprägte Gefühl einer leichten Wehmut ein. Denn gewisse Ähnlichkeiten zum 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk des altertümlichen "Brotkastens" sind nicht von der Hand zu weisen. Allerdings steckt hinter dem langen Schlitz des X 100 ein moderner DVD-Brenner, der mit deutlich mehr als den damals maximal möglichen 800 Kilobyte Speicherplatz zurechtkommt.
Eine C64-Edition in vergilbtem Beige hat Shuttle zumindest noch nicht im Programm, stattdessen müssen wir mit der schwarzen Variante Vorlieb nehmen. Zugegeben, im Vergleich zum alten Floppy-Laufwerk macht er zweifellos mehr her, doch eine Schönheit ist er nicht gerade. Ohne den matten Silberstreifen mit dem integrierten Chrom-Einschaltknopf und die blaue Betriebsleuchte darunter wäre er sogar fast schon langweilig. Immerhin ist die Kunststoffhülle ordentlich verarbeitet. Dem Mac mini kann er in der Disziplin Design wohl kaum Paroli bieten.
Wie der Apple-Shop bietet Shuttles praktischer Online-Konfigurator die Möglichkeit, den kleinsten Rechner nach Belieben zusammenzuklicken. Je nach Geldbeutel, Leistungsbedarf und Geltungsdrang kann der Käufer eines X 100 mit Core-Duo-Prozessor angefangen von knapp 1.060 Euro bis etwa 1.652 Euro loswerden. Günstiger geht's in der Sparversion mit Intels Celeron M. Daneben erscheint der weiße Widersacher mit Mindestpreisen von 599 und 779 Euro geradezu billig, allerdings nur auf den ersten Blick.
Shuttle mini XPC X 100 im Test
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