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Podchains: Filesharing per RSS
RSS ist vielen aus der Weblog-Welt bekannt. Doch das Datenformat eignet sich nicht nur für Newsfeeds und Blog-Reader. Podchains.net macht es möglich, per RSS Dateien zu tauschen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Nur ein Feed pro Nutzer
- 2Nur der halbe Feed für iTunes
- 3Auch für Webmaster interessant
Podchains macht sich dabei ein RSS-Feature zunutze, das bereits vom Podcasting bekannt ist: Newsfeeds können so genannte Enclosures enthalten - Links zu Dateien, die dann von der RSS-Reader-Software automatisch heruntergeladen werden.
Podcaster nutzen diese Möglichkeit, um ihre Hörer automatisch mit neuen Sendungen zu versorgen. Doch Enclosures sind nicht nur für Wohnzimmer-Radioexperimente geeignet. Die RSS-Einbindungen erlauben das Verbreiten jeglicher Art von Daten. Und das Beste daran: Die Dateien müssen nicht einmal auf dem eigenen Webserver liegen.
So ermöglicht Podchains seinen Nutzern das Anlegen eines eigenen RSS-Feeds, über den dann alle möglichen Dateien aus verschiedensten Quellen verbreitet werden können. Schnell mal dem Netz-Freundeskreis ein Google Video zukommen lassen? Kein Problem. Die neuesten MP3s eines Netzlabels unter die Leute bringen? Ebenfalls möglich. Flickr-Fotos automatisch auf die Festplatte der Feed-Abonnenten verfrachten? Prima Idee.
Nur ein Feed pro Nutzer
Das Registrieren bei Podchains ist eine Sache von Sekunden. Nach dem ersten Einloggen wird man dann bereits von einer Eingabemaske empfangen, um den eigenen RSS-Feed mit Dateien zu füttern. Zum Hinzufügen einer Datei benötigt man lediglich ihre Web-Adresse und einen Titel. Wer mag, kann den Eintrag auch noch um eine Beschriftung erweitern.
Der eigene Feed kann dann direkt über die Webseite angeschaut werden, und irrtümlich verlinkte Dateien lassen sich problemlos entfernen. Genauere Statistiken über die Zugriffe auf den jeweiligen Feed fehlen allerdings leider bisher. Ebenfalls verbesserungswürdig: Jeder Nutzer kann bisher nur einen einzigen Feed anlegen.
Nur der halbe Feed für iTunes
Sobald der eigene RSS-Feed mit ein paar Dateien gefüttert wurde, kann unter Freunden und Bekannten verbreitet werden. Diese können den Feed dann mit iTunes oder einem anderen Podcasting-Programm abonnieren. Dazu wird der Feed einfach wie ein traditioneller Podcast zu iTunes hinzugefügt.
Itunes erkennt jedoch nicht alle Dateiformate. Quicktime-Videos, MP3s und auch PDFs sind für das Programm kein Problem. Anderen Dateiformaten zeigt iTunes gerne mal die kalte Schulter. Abhilfe kann hier ein universeller Podcatcher wie zum Beispiel die ehemals als iPodder bekannte Juice-Software.
Auch für Webmaster interessant
Wie gesagt: Wer Podchains nutzt, braucht keine eine Webseite zu besitzen. Doch auch für Webmaster ist der Dienst interessant. So bietet der Dienst beispielsweise Bands eine einfache Möglichkeit, die Songs auf ihrer Webseite per Podcast zu verbreiten. Vorstellbar wäre auch, dass eine Firma ihre Mitarbeiter darüber regelmäßig mit aktualisierten PDF-Broschüren versorgt.
Ganz gewitzte Nutzer können sich mit Podchains sogar eine automatisierte Backup-Lösung für mehrere PCs basteln, indem sie Web Sharing auf dem eigenen PC mit einer dynamischen Domain und dem eigenen RSS-Feed verbinden. Sicher wär solch eine Lösung allerdings nicht: Wer die Adresse des RSS-Feeds errät, kann sich ebenfalls automatisch alle Dateien herunterladen.

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