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Professionelle Bildverwaltung: Adobe Lightroom im Porträt
Michael Knott
In der Mitte der Bibliothek findet sich die große Fotoansicht. Die gespeicherten Fotos werden hier in unterschiedlichen Ansichten dargestellt. In der großen Übersichts- sowie Vergleichs- und Einzelansicht lassen sich die Aufnahmen betrachten. Klickt man auf ein ausgewähltes Foto, so werden im rechten Panel alle Fotoinformationen (EXIF-Metadaten) angezeigt. Darüberhinaus kann es im Schnellverfahren (Quick Develop) in seinen Grundzügen verändert werden.
Weißabgleich, Helligkeit, Kontrast und Sättigung können nach Wunsch schnell geändert werden. Das markierte Foto wird als verkleinerte Ansicht immer in der rechten oberen Ecke angezeigt. Mit der Maustaste lässt sich durch bestimmte Bereiche des Bildes navigieren. Am unteren Rand der Menüoberfläche findet sich ein Filmstreifen, der noch einmal alle Fotos des gewählten Ordners im Überblick präsentiert. Auch von dort aus können Fotos markiert und zur Bearbeitung herangezogen werden.
Adobe Lightroom - Der Entwicklungsbereich
Adobe hat Lightroom einen außerordentlich umfangreichen Bearbeitungsberich gegeben. Der große Bruder Adobe Photoshop lässt hier grüßen. "Develop" heißt das Modul, in dem zahlreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Hierbei ist es wichtig zu erwähnen, dass alle Bearbeitungen, die bei Lightroom vorgenommen werden, nie das Original betreffen. Sollen Änderungen abschließend gespeichert werden, so muss die Bilddatei aus dem Programm exportiert werden (File>>Export).
Auch das Bearbeitungsfeld teilt sich in große übersichtliche Bereiche auf. Das linke Panel beherbergt elf unterschiedliche Farbvoreinstellungen von Sepiaeffekt bis hin zu verschiedenen Tonkurven. Die Ergebnisse dieser Voreinstellungen werden per Mouseover in einem kleinen Preview-Fenster in der linken oberen Ecke angezeigt. In der Mitte liegt das große Bildfenster, welches auch in der praktischen Splitscreen-Ansicht dargestellt werden kann. So können die Veränderungen im Bild sofort wahrgenommen werden. Leider sind die Zoomfunktionen im Bildfenster nur unzureichend. Einen Regler für punktgenaue Lupenbetrachtung sucht man vergebens. Im oberen Bereich des rechten Panels befindet sich ein Histogramm, welches Auskunft über Farb- und Grauwerte sowie Kontrast und Helligkeit des Bildes wiedergibt. Darunter teilt sich ein großes Register in verschiedenen Bildbearbeitungsfelder auf.
Das Basic-Register steuert die Farbeinstellungen im Bild. Helligkeit, Kontrast und insbesondere ein automatischer Weißabgleich sind in diesem Bereich hervorzuheben. Auch die Tonkurve kann der Fotograf individuell festlegen. Ein nachträgliches Schärfen und Reduzieren von Farbsäumen stellt ebenso kein Problem dar. Weitere Bearbeitungsfelder sind beispielsweise ein Graustufenmixer und der HSL Color Tuner, womit sämtliche Farben hinsichtlich des Farbtons, Sättigung und Helligkeit einzeln verändert werden können. Mehr kann man von einem Bildverwaltungsprogramm an Bearbeitungsmöglichkeiten kaum verlangen. Für detaillierte Bearbeitungen und Retuschearbeiten muss dann allerdings doch Photoshop oder GIMP herhalten.
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