Reifenhersteller Pirelli produziert Kurzfilm mit Starbesetzung

Kurzfilm: John Malkovich als Exorzist

Werbung einmal anders: Mit dem Pirelli-Kalender, in dem spärlich bekleidete Top-Models vor den Kameras von Star-Fotografen posieren, macht Pirelli schon seit Jahren Furore. In diesem Jahr hat der Reifenhersteller nun auch einen Kurzfilm mit John Malkovich und Naomi Campbell in den Hauptrollen gedreht. Internetnutzer können sich den Film kostenlos ansehen.

Naomi Campbell in
Naomi Campbell als Dämon - geht es nach Pirelli, sind die Höllenmonster offenbar leicht bekleidet.

Hollywood-Legenden scheinen in der letzten Zeit unter Lohnkürzungen zu leiden: Nachdem beispielsweise Dustin Hoffmann für Audi und Robert de Niro für American Express vor der Kamera standen, ist nun auch John Malkovich den Verlockungen des schnöden Mammons erlegen: In dem vom Reifenhersteller Pirelli produzierten Film "The Call" spielt der Charakter-Darsteller einen Pater aus dem Vatikan auf Exorzismus-Mission. Den Dämon, den es auszutreiben gilt, verkörpert das Supermodel Naomi Campbell.

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Werbespot im XXL-Format

Regie bei dem Gruselthriller führte Antoine Fuqua. Der Amerikaner arbeitet bei Filmen wie "Training Day" und "Die Tränen der Sonne" schon mit Stars wie Denzel Washington und Bruce Willis zusammen. Dass vor und hinter der Kamera Profis gearbeitet haben, merkt man dem Film an: Optisch ist der Film äußerst gelungen und erreicht Hollywood-Niveau. Das Drehbuch des Kurzfilm fällt qualitativ leider etwas ab - "The Call" ist ein gut gemachter Werbespot mit Überlänge.

Ganz neu ist die Idee von Reklamefilmen im XXL-Format nicht: Zwei deutsche Autohersteller ließen schon vor einiger Zeit aufwändige Kurzfilme mit Star-Besetzung produzieren. Während die BMW-Kurzfilm-Serie "The Hire", bei der unter anderem Guy Ritchie und John Woo Regie führten, nicht mehr online verfügbar ist, können Internetnutzer "The Porter" von Mercedes noch immer herunterladen.

"The Call" können User nicht auf ihrer Festplatte abspeichern, sondern nur als Stream ansehen. Wer einen DSL-Anschluss hat, kann getrost die hochauflösende Variante starten: Mit einer Auflösung von 512 x 284 Pixeln und einem Datendurchsatz von über 600 Kilobit pro Sekunde hat das Video im Windows-Media-Video-Format eine ansprechende Qualität, die auch im Vollbildmodus ansehnlich ist.

Steckbrief
Regie: Antoine Fuqua Sprache: Englisch
Auflösung: 512 x 284 Dauer: rund zehn Minuten
Format: WMV, Quicktime, Real Video Datendurchsatz: rund 600 Kbit/s
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