Dell XPS M2010 im Test: Alleinunterhalter mit Tragegriff
Leistungsentfaltung
Allein der Fernbedienung könnten wir ein ganzes Kapitel widmen. Ander als die meisten Standard-Modelle für die Media Center Edition von Windows bietet sie weit mehr als bloß die wichtigsten Bedienelemente: angefangen vom 3,8 mal 2,6 Zentimeter großen, mehrzeiligen Monochrom-Display, das beim Stöbern in den eigenen Medienarchiven beste Dienste leistet, über die strahlend blaue Hintergrundbeleuchtung, bis hin zum zuschaltbaren Sensor, der Bewegungen in der freien Luft auf den Mauszeiger überträgt und sich selbst in ungeübten Fingern rasch zu einer echten Eingabe-Alternative entwickelt.
Zu welchen Leistungen der flache Wohnzimmer-PC mit den Notebook-Genen fähig ist, veranschaulichen wir anhand von Vergleichswerten zu anderen Notebooks. Bei der Spiele-Performance muss sich der XPS M2010 am Toshiba Satellite P100-191 messen, einem echten Gamer-Notebook, bei der System-Leistung steht es der hausgemachten Konkurrenz in Form des XPS M1710 gegenüber, in diesem Gebiet bisher unangefochten. Nach dem Entfalten dauert es allerdings geraume Zeit, bis das XPS M2010 seine endlich Leistung demonstrieren kann. Mit einer Minute und zwanzig Sekunden dauert das Hochfahren überdurchschnittlich lange, da es nach dem Einschalten sehr lange beim BIOS-Bildschirm verharrt.
Wie sich herausstellt, stimmt neben der Optik auch die Leistung des XPS M2010: Hinter dem Toshiba Satellite P100-191 mit dem rasanten GeForce Go 7900 GS muss es sich kaum verstecken, allerdings ist der XPS M2010 durch seinen schnelleren Prozessor ohnehin im Vorteil. Im Normalfall dürfte die Leistung von Nvidias GeForce Go 7900 GS über der des hier verwendeten Ati Mobility Radeon X1800 liegen. Bei der unter anderem für die anspruchsvolle Multimedia-Bearbeitung entscheidenden System-Performance liegt der XPS M2010 sogar leicht vor dem XPS M1710, der jedoch die flottere Festplatte besitzt.
Dell XPS M2010 im Test
Power-Knopf und MediaDirect-Schalter für Medienwiedergabe ohne Windows
Hochwertige Fernbedienung mit Mehrzeilen-Display und blauer Hintergrundbeleuchtung
Leisetreter mit passabler Laufzeit
Nach stundenlangem Benchmark-Martyrium unter voller Belastung rauscht der XPS M2010 munter vor sich hin, ohne dabei jemals zu laut oder gar unangenehm zu werden. Die meisten ausgewachsenen Rechner mit herkömmlicher PC-Hardware arbeiten erheblich lauter, der weitgehend passiv gekühlte Rundum-Lautlos-PC von netzwelt natürlich ausgenommen. Im Normalbetrieb ohne besonders anstrengende Aufgaben sinkt die Geräuschkulisse auf ein bloß noch am Rande - wenn überhaupt bei normaler Umgebungslautstärke - hörbares Niveau. Auf kurze Distanz wird dieses wird jedoch von einem leichten, hochfrequenten Unterton begleitet, der sensiblen Zeitgenossen zumindest negativ auffallen könnten.
Angesichts der Kombination aus 20-Zoll-Display, 2,16-Gigahertz-Prozessor mit zwei Kernen, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und schneller Grafikkarte sollte man sich bezüglich der Akkulaufzeit keinen allzu großen Illusionen hingeben. Dennoch werden wir ziemlich überrascht, als der Bildschirm erst nach zwei Stunden und 40 Minuten schwarz wird. Viel länger halten manche High-End-Notebooks auch nicht durch.
Fazit: PC-Notebook-Hybrid mit Wohnzimmer-Anspruch
Wer braucht überhaupt ein System, das weder PC noch Notebook ist? Nach eingehender Prüfung fallen uns für den Dell XPS M2010 gleich mehrere Optionen ein: Zuerst der designverliebte Geschäftsmann, der sich bei Präsentationen den Beamer sparen oder Notebook-Besitzer einschüchtern will und gelegentlich das Fitness-Studio aufsucht. Oder vielleicht der anspruchsvolle Heimarbeiter, der seinen Rechner nach Feierabend gerne aus den Augen haben und sich übermäßigen Kabelsalat ersparen möchte. Alternativ wäre auch der Einsatz als leiser Wohnzimmer-PC denkbar, der die Spielkonsole vertreibt und den Hi-Fi-Schrank bereichert. Leider leidet die Flexibilität des Hybrid-Geräts unter dem hohen Gewicht sowie dem fest montierten Display. Zur edlen Optik gibt es nur wenig zu sagen: Mehr davon.
Dell XPS M2010
- Größtes Notebook auf dem Markt
- 20 Zoll Bildschirm
- 8 Lautsprecher + Subwoofer
- Kostet neu 3500 Dollar
- Wiegt fast 8 kg


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ich finde das teil wahnsinnig schick. aber leider nicht brauchbar, weil viel zu spät.