Dell XPS M2010 im Test: Alleinunterhalter mit Tragegriff
Sehenswertes Display
Nichts passt besser zu mattem Schwarz als blaue Leuchtdioden: Was schon viele andere PC- und Notebook-Produzenten für sich entdeckt haben, führt das M2010 schnurstracks in Richtung Perfektion. Insgesamt zählen wir sage und schreibe zwanzig Lichter, verteilt auf Display-Deckel, Innenteil und Tastatur. Die schönsten Exemplare stecken hinter den berührungsempfindlichen Bedienelementen vor dem DVD-Brenner: Sie reagieren bereits auf minimalen Druck und erzeugen eine breite Korona, die noch für einige Sekundenbruchteile nachleuchtet. Schnell ertappt man sich dabei, sanft mit dem Finger über die acht Schalter zu fahren und ihnen beim Pulsieren zuzusehen.
Von hinten wie von vorne macht das Display des M2010 eine weitgehend ansehnliche Figur. Auf der Rückseite prangt ein illuminiertes Logo mit einer kreisrunden, verchromten Einfassung, weiter unten geht die elegant geschwungene, silberne Halterung in einen praktischen Tragegriff über. Den Weg zum Innenraum ebnen zwei siliziumfarbene Schalter am oberen Rand, die wiederum vier Scharniere freigeben. Leider begegnen wir hier dem ersten Verarbeitungsmangel - das Display klappert im geschlossenen Zustand und liegt nicht ganz fest auf. Zudem ertönt ein unangenehmes Krachen, wenn das Display aus seinen beiden Kunststoffhaltern springt.
Positiv fällt auf, dass das Display bei heftigen Erschütterungen nur kurz nachschwingt, negativ hingegen die starken Spiegelungen. Dafür ist die Bildqualität hervorragend und die hohe Toleranz bei Blickwinkeländerungen lässt auf eine höherwertige IPS- oder VA-Grundlage schließen. Egal aus welcher Position man auch zusieht, das Bild wird allenfalls etwas matter und behält seine Qualität weitgehend bei. Schade nur, dass dies nicht auf alle richtigen Notebooks zutrifft. Farben, Kontrast und Schärfe überzeugen, zudem werden Schwarz und Weiß gut wiedergegeben, allerdings könnte die Kolorierung gerne kräftiger und gleichmäßiger ausfallen.
Dell XPS M2010 im Test
Power-Knopf und MediaDirect-Schalter für Medienwiedergabe ohne Windows
Hochwertige Fernbedienung mit Mehrzeilen-Display und blauer Hintergrundbeleuchtung
In den Testbildern zeigt der Monitor am unteren Rand einen etwas dunkleren Steifen sowie dunklere Ecken, außerdem wirken die Ränder bei genauerem Hinsehen wie mit einem leichten Schleier überzogen. Besonders weit reichen die Helligkeitsreserven nicht gerade, doch auf der höchsten Stufe werden die Augen angenehm belohnt. Im gebotenen Rahmen können sich die Verstellmöglichkeiten durchaus sehen lassen, denn sie gestatten sowohl eine deutliche Erhöhung des Displays als auch eine Absenkung bis auf den DVD-Brenner und viel Freiheit beim Neigungswinkel.
Tastatur, Maus, Fernbedienung & Co.
Steuern lässt sich der XPS M2010 bereits ohne separate Maus und Tastatur, doch ein Touchpad ist nun mal nicht jedermanns Sache. Hier bietet das Fingerfeld aufgrund seiner rauhen Oberfläche eine hohe Präzision bei dennoch geringem Widerstand, lediglich die beiden Tasten fühlen sich schwammig an. Durchweg überzeugen können uns hingegen die Tasten des Keyboards, die kaum klappern, nur wenig Spiel besitzen und ausgesprochen geräuscharm arbeiten. Leider macht das Gehäuse der fast ein Kilogramm schweren Tastatur einen Teil der gefälligen Akustik wieder zunichte. Sollte ihr einmal der Saft ausgehen, lädt sie sich beim Andocken automatisch wieder auf und erspart lästige Akku-Wechsel.
Mit von der Partie ist eine externe Bluetooth-Maus, deren Gewicht sich bei Verwendung von nur einer von zwei möglichen Batterien auf moderate 112 Gramm einpendelt. Ferner liegt sie dank ihrer stark geschwungenen Taille gut in der Hand und eignet sich trotz rechthändiger Tendenz auch für Linkshänder, für große Greifer ist sie jedoch nicht ganz optimal. Obwohl nicht gerade perfekt verarbeitet, punktet sie mit ordentlicher Funktion und zwei sauber klickenden Tasten. Zwei weitere Tasten auf der linken Seite erleichtern das Navigieren im Internet und Windows, ein Mausrad hilft bei längeren Listen. Letzteres arbeitet in der Horizontalen wie Vertikalen nahezu optimal und verfügt über eine deutlich hör- und spürbare Rasterung.
Dell XPS M2010
- Größtes Notebook auf dem Markt
- 20 Zoll Bildschirm
- 8 Lautsprecher + Subwoofer
- Kostet neu 3500 Dollar
- Wiegt fast 8 kg


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ich finde das teil wahnsinnig schick. aber leider nicht brauchbar, weil viel zu spät.