Im Test: Das T-One-Handy TC 300
GSM und WLAN einrichten
Vielseitige Stromversorgung
Aufgeladen wird das TC 300 über eine Mini-USB-Buchse an der Unterseite. Dafür eignen sich sowohl die mitgelieferte Ladeschale als auch deren Netzteil. Obwohl ebenfalls möglich, rät der Hersteller wegen des geringeren Stroms vom Laden über das USB-Datenkabel ab. Hochmobile Zeitgenossen sollten sich schon aus Liebe zu dem möglicherweise eingesetzten Notebook-Akku daran halten.
Sämtliche Einstellungen des TC 300 lassen sich nur am Mobilteil vornehmen. Ein Web-Konfigurator, der die Administration über einen Browser erlaubt, fehlt. Von allen Vorbereitungen gehen die für die Nutzung des TC 300 als Handy am schnellsten vonstatten: Sobald die SIM-Karte eingelegt ist und das Telefon gestartet wurde, bucht es sich beim gewählten D- oder E-Netzbetreiber ein, das Telefonieren läuft wie gewohnt. Auch in den USA ist das tribandfähige TC 300 als Mobiltelefon nutzbar.
Etwas zeitintensiver ist dagegen die Einstellung am Wireless LAN: Sobald die SSID-Netzkennung gefunden wurde, steht die Eingabe von Sicherheitsmodus und Schlüssel an. Hier wartet die erste Überaschung: Da das TC 300 nur Schlüssel im HEX-Format unterstützt, darf das WLAN-Passwort nur aus Ziffern und Großbuchstaben von A bis F bestehen. Wer den WLAN-Schlüssel nicht austauschen will, muss auf die Fähigkeit seines Routers hoffen, HEX-Codes in ASCII-Zeichen umzuwandeln. Das machen aber nur wenige Geräte.
Telefonieren über WLAN
Insgesamt fünf WLAN-Profile speichert das TC 300 ab - zwei davon sind voreingestellt für den Betrieb an Telekom-Hotspots und an der Sinus-TC-300-Festnetzstation. Wer die bestehenden Profile nicht nutzt, kann sie überschreiben. Um über WLAN telefonieren zu können, ist ein Account bei einem SIP-Provider erforderlich, den es auch in das Telefon zu tippen gilt. Wer damit in seiner WLAN-Funkzelle telefoniert, profitiert im Vergleich zu anderen WLAN-Telefonen von einer relativ hohen Reichweite: Ein bis zwei Stockwerke Abstand zur Sendestation sind machbar. Gegenüber einem Standard-Schnurlostelefon ist das aber immer noch wenig.
Beim Telefonieren via Voice-over-IP gibt es wenig auszusetzen. Eine Rückkopplung oder andere Störungen gibt es nicht, so lange genügend Bandbreite zur Verfügung steht. Lediglich eine Verzögerung von weniger als einer Sekunde fällt auf, wenn man sich die Telefone an beiden Leitungsenden ans Ohr hält. Nach Gesprächsende ist jedoch ein Blick auf das Display angebracht, denn gelegentlich läuft die Gesprächszeitanzeige weiter, obwohl die Gegenstelle längst aufgelegt hat. Mit der Auflegen-Taste lässt sich dies wirkungsvoll unterbinden.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt T-Com TC 300. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu T-Com TC 300. Zusätzlich haben wir ein Special zu Internettelefonie vorbereitet.
