Schweizer verkauft Gemälde über das Internet
Onethousandpaintings: Zahlen malen statt malen nach Zahlen
Internet & Netzwelt
Bilder statt Pixel: Nachdem Alex Tew mit seiner Million-Dollar-Homepage abgesahnt hat, versucht ein Schweizer sein Glück mit einer neuen Idee. Internetnutzer können tausend handgemalte Bilder kaufen. Die Motive: die Zahlen von 1 bis 1.000.
Marcel Salathé verewigt auf seinen Gemälde denkbar einfache Modelle: Der Schweizer hat auf tausend 30 mal 30 Zentimeter großen, weiß grundierten Leinwänden jeweils eine der Zahlen von eins bis tausend gepinselt - alle in der gleichen blauen Farbe und mit derselben Schriftart. Internetnutzer können die Unikate mit ihrer Lieblingszahl über die Homepage onethousandpaintings.com kaufen.
Kunst bei netzwelt: Die 387 blau auf weiß
Blogeintrag lässt Verkaufszahlen explodieren
Die Kunde von der Website und dem Projekt geistert schon seit einigen Monaten durch die Blogosphäre. Besonders eine Erwähnung in dem populären amerikanischen BoingBoing-Blog bescherte Salathé steigende Verkaufszahlen: Innerhalb von wenigen Tagen verkaufte Salathé mehrere hundert Bilder.
Derzeit gibt es noch insgesamt 420 der Gemälde zu kaufen. Der Preis der verbliebenen Exemplare unterscheidet sich dabei von Bild zu Bild und errechnet sich nach einer einfachen Formel: 1.000 - Zahl auf dem Bild = Preis in Dollar. Zusätzlich gewährt Salathé einen Rabatt - je früher die Käufer zuschlagen, desto günstiger sind die Bilder. Für die ersten hundert Bilder erhalten die Kunden 90 Prozent Preisnachlass, für die nächsten hundert 80 Prozent und so weiter. Da bislang 580 Bilder verkauft wurden, räumt Salathé den Käufern derzeit derzeit noch 40 Prozent Rabatt ein. Die niedrigste derzeit noch erhältliche Nummer 37 kostet dementsprechend 577,80 Dollar. Das derzeit günstigste Bild, die 670, ist für 198 Dollar zu haben.
Kunst statt Kommerz
Doch auch wenn er für die Bilder viel Geld erhält, hat Salathé auch einen künstlerischen Anspruch: "Kunst sollte den Künstler und im Idealfall auch andere Menschen zum Nachdenken anregen", sagt er im Interview mit dem Schweizer Radiosender DRS3. "Das habe ich mit dem Projekt geschafft." Dass der Schweizer nicht nur geldgierig, sondern vor allem kreativ ist, hat er spätestens mit dem HTML Visualizer bewiesen: Mit dem Java Applet können Internetnutzer Websites in schmucke Gemälde verwandeln.
Auch wenn alle Bilder verkauft sind, soll die Webseite als Kunstprojekt weiterbestehen: Die Käufer der Zahlen können dann auf der zur jeweiligen Nummer gehörigen Seite veröffentlichen, warum sie gerade diese Zahl gekauft haben. "Nachdem alle Bilder verkauft sind, soll die Seite eine große Sammlung von Geschichten über Zahlen werden", schreibt Salathé in seinem Blog.
Einnahmen sollen Weltreise finanzieren
Ob Kunst oder nicht - mit dem Verkauf der Bilder verdient Salathé so oder so eine Stange Geld: Wegen des gewitzten Preissystems hängt der Verdienst des Künstlers letztendlich von der Reihenfolge ab, in der die Kunden die Bilder kaufen. Unabhängig davo,n wieviel Geld er verdient, hat sich der Schweizer bereits entschieden, wie er die Einnahmen wieder ausgeben will: Zusammen mit seiner Frau will Salathé nach Neuseeland reisen - mit dem Auto.
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Am interned sind viele andere interesante art projecte, for beispiel NYC Garbage oder Shared images of a planet.
...und die addreessen: www.NYCGarbage.com und www.SharedPlanets.com.
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