Alienware Aurora m9700 im Test: Über-Notebook mit doppelter Grafik
Hörbar und kurzatmig
Schade, dass der On-Board-Sound keine EAX-Effekte unterstützt und noch keine entsprechenden Erweiterungskarten für den ExpressCard-Slot erhältlich sind. Wer verspielte Klangwelten in vollem Umfang erleben will, kommt zur Zeit also nicht um eine externe Soundkarte herum. Für ein Notebook klingen die integrierten Lautsprecher überaus druckvoll, woran der kleine Subwoofer auf der Unterseite nicht ganz unbeteiligt ist. Neben den satten Bässen gefällt auch der Rest des akustischen Spektrums, leider wirken hohe Töne bei hoher Lautstärke unangenehm übersteuert.
Wird das Aurora m9700 beim Spielen richtig gefordert, gesellt sich zum lauten Rauschen schnell ein hochfrequenter Unterton, uns kamen jedoch schon schwächere Notebooks mit ähnlicher und sogar höherer Lautstärke auf den Prüfstand. Hypersensible Ohren dürften davon nicht unbedingt begeistert sein, doch subjektiv wird die gleichmäßige Lärmentwicklung angenehmer wahrgenommen als ein ständig ab- und anschwellendes Lüftergeräusch. Nach dem 3D-Martyrium beschränkt sich die Belüftung auf ein Grundrauschen bei deutlich niedrigerem, aber immer noch hörbarem Pegel. Links neben dem Touchpad vibriert das Gehäuse über den beiden Festplatten fühlbar mit und kann je nach Standort ein leichtes Brummen erzeugen.
Soetwas wie Ausdauer sucht man beim Alienware Aurora m9700 vergeblich, denn zwei Grafikkarten fordern nun mal ihren Tribut. Bei noch angenehmer Helligkeit ist bereits nach einer Stunde und 39 Minuten Schluss, beim Spielen mit ausgeglichener Grafikleistung muss die Steckdose fast eine halbe Stunde früher her - bei deaktiviertem SLI-Modus wohlgemerkt. Der Stromverbrauch entspricht etwa dem eines High-End-PCs im Leerlauf, liegt aber etwa drei Mal so hoch wie bei einem gewöhnlichen Büro-PC. Mehr schluckte noch kein anderes Notebook auf dem netzwelt-Prüfstand.
Alienware Aurora m9700 im Test: SLI-Notebook mit zwei Grafikkarten
Über-Notebook mit zwei Grafikkarten, zwei Festplatten und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher
Dazugelernt
Im Vergleich zu älteren Alienware-Modellen wie dem über fünfeinhalb Kilogramm schweren S-4m 7700 wirkt das Aurora m9700 mit seinen 4,24 Kilogramm geradezu vernünftig, zudem ist es deutlich besser verarbeitet. Wer anpruchsvoll spielt und seinen klobigen PC gegen einen verhältnismäßig transportablen Desktop-Ersatz eintauschen will, kommt an diesem Grafikmonster kaum vorbei. Wem das Aurora m9700 noch nicht extrem genug sein sollte, der bekommt mit dem 19-zölligen Aurora mALX und zwei GeForce Go 7900 GTX noch mehr Bild und Performance, allerdings kostet es bereits in der Grundaustattung fast 500 Euro mehr als zwei Aurora m9700.
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Links zum Thema
- Toshiba Satellite P100
- Aktuelle Notebooks im netzwelt-Test
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- Dell XPS M1710
- Sony Vaio VGN-A617M
