Potenzieller PC-Killer mit zwei Grafikkarten und zwei Festplatten
Alienware Aurora m9700 im Test: Über-Notebook mit doppelter Grafik
Benjamin Schnitzler
Gute Blickwinkel zum Spiegel-Bild
Glasklar im wahrsten Wortsinne ist das Display des schwergewichtigen Über-Notebooks: gestochen scharfes Bild, gepaart mit starken Reflexionen. Dafür sorgt der Schminkspiegel-Charakter für schön kräftige Farben und einen sehr guten Schwarzwert. Für ein Notebook noch vertretbar, aber zweifellos weniger erfreulich ist die zu den Rändern hin abnehmende Leuchtkraft sowie der unregelmäßige Weiß- und Farbverlauf. Zudem nimmt die Helligkeit rapide ab, sobald der Blick von weiter unten auf die Bildfläche fällt.
Von oben oder den Seiten betrachtet, hinterlässt das Blickwinkelverhalten wiederum einen überaus positiven Eindruck - die Anzeige wird lediglich etwas greller oder erhält einen sichtbaren Gelbstich. Eine großzügig dimensionierte Diagonale und Pixel-Anzahl macht das 17-Zoll-Display präsdestiniert für hochauflösende Videos, mehrere Internetseiten nebeneinander sowie alltägliche Büroarbeiten, auf die Zocker-Tauglichkeit werden wir später noch zu sprechen kommen. Im Normalfall reicht die eher mittelmäßige Helligkeit vollkommen aus, wir hätten uns allerdings mehr Spielraum nach oben gewünscht.
Alienware Aurora m9700 im Test: SLI-Notebook mit zwei Grafikkarten
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Im Gegensatz vielen anderen Großbild-Notebooks ist die Tastatur des Aurora m9700 dank des vollwertigen Nummernblocks wirklich komplett ausgestattet, außerdem sind die wichtigsten Tasten kaum kleiner als bei einem handelsüblichen PC-Keyboard. Mit ihrem präzisen und prägnanten Ansprechen erweisen sich die Tasten als überaus zockerfreundlich. Daneben gefällt die niedrige Geräuschentwicklung, das geringe Spiel sowie die minimale Klapperneigung der Tastatur. Leider fehlt eine Möglichkeit, die Lautstärke per Tastenkombination zu regeln, doch dafür gibt es einen fast schon altmodisch wirkenden Drehschalter am rechten Gehäuserand.
Ganz anders das Touchpad: Es ist zwar ausreichend dimensioniert und gut aufgeteilt, aber augenscheinlich mit demselben Klarlack überzogen, der auch auf den meisten großen Gehäuseteilen zum Einsatz kommt. Wer hier vorgeht wie bei anderen Notebooks, kommt nicht weit. Denn dann erinnert es mehr an einen Gummistopper, der Bewegung um jeden Preis verhindern will. Mit sehr wenig Druck arbeitet das Touchpad im zweidimensionalen Windows-Betrieb zumindest einigermaßen zufriedenstellend, doch echte Spielfreude dürfte erst mit einer externen Maus aufkommen.
Viel für Audio- und Videophile
Bei derartiger Anschlussfreude können nur wenige Notebooks mithalten, selbst manche PC-Besitzer dürften neidisch werden. Vier USB-Ports sowie Anschlüsse für Gigabit-Ethernet, Kopfhörer, Mikrofon, FireWire, Modem und analoge Monitore sind zwar gang und gäbe, doch danach legt das Aurora m9700 erst richtig los. Neben Einschüben für zwei Festplatten und eine ExpressCard-Erweiterung auf der linken Seite kann es rechts mit einem optischen Anschluss und Schnittstellen für 5.1-Raumklang aufwarten. Auf der Rückseite kommen noch DVI, Audio-in sowie S-Video-Ein- und Ausgänge hinzu. Der Antennenanschluss erfüllt bei der europäischen Version des m9700 keine Funktion.
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