Mädels und Motoren
Test: Adrenalin - Extreme Show
Als "sexiest racing game ever" bewerben die Macher dieses Rennspiel. Für potenzielle Käufer ist aber höchstens die Aussicht prickelnd, ein Abendessen mit einer Erotik-Aktrice zu gewinnen.

Wer Höchstgeschwindigkeiten erreichen will, sollte sich von unnötigem Ballast befreien. Die Fahrerinnen der Fernsehsendung Extreme Show fangen bei den Klamotten an. In knappen Outfits und Bonbon-bunten Fantasy-Flitzern geht's zum Rennen und Rempeln fünferweise auf die Piste, 15 Kurse verteilen sich über den gesamten Globus.
Wenn sich am Horizont die milchigen Dächer einer Moschee abzeichnen, ahnt der Spieler, dass er irgendwo im Orient unterwegs sein muss. Alte Fachwerkhäuser und Backsteinhäuser lassen dagegen auf europäischen Boden schließen. Stilistisch konsequent oder gar bestechend ist das Streckendesign nicht. Immerhin setzen still gelegte Minenschächte oder mit Rampen staffierte Westerndörfer Akzente. Ein Physiksystem erlaubt das Umfahren von Fässern, Verkehrshütchen oder Schildern, wofür es obendrein Punkte gibt. Zäune oder größere Hindernissen sind für die PS-Püppchen unüberwindbar.
Blaues Wirtschaftswunder
Von den Machern als Wirtschaftssimulation angepriesen, erweist sich der kaufmännische Part als Mumpitz. Weil der Spieler als Manager für eine der zwölf vertretenen Motormiezen fungiert, dürfen vor dem Rennstart Werbeverträge ausgehandelt werden, an die gewisse Vorgaben geknüpft sind. Das kann sich allgemein auf Siegbedingungen beziehen oder die Farbe des Boliden betreffen. Manche Sponsoren beharren zum Beispiel auf dunklen Lack.
Mehr als ein paar Mausklicks und das Überfliegen von Zahlen beinhaltet die Arbeit im virtuellen Büro aber nicht. Genauso gut ließe sich das Wettsystem eines "Most Wanted" oder "Juiced" zur Wirtschaftskomponente stilisieren.
