Gamer-Griffbretter: Ideazon Merc und Fang im Test
Spielverhalten
In Sachen Programmierbarkeit legte die K2 von Raptor-Gaming schon gut vor, doch Ideazon scheint kilometerweit voraus. Besonders hervorzuheben ist die gelungene Benutzeroberfläche, die das Kunststück vollbringt, trotz einer enormen Fülle an Möglichkeiten noch übersichtlich zu bleiben. Wem das noch nicht reicht, der kann über die Z-Engine jede beliebige Taste individuell gestalten: Neben der Grundfarbe sowie der Farbe, Art und Größe der Schrift lässt sich sogar noch ein Beschreibungstext einstellen, der beim Darüberfahren mit der Maus erscheint. Einziger Nachteil: Die Software auf Basis von Microsofts .NET Framework 1.1 arbeitet zum Teil sehr träge.
Für ein Gamer-Keyboard fühlt sich Ideazons Merc, wahrscheinlich eine Abkürzung für "Mercenary", das englische Wort für Söldner, zu sehr nach Standard-Tastatur an. Es punktet zwar mit ordentlichen Druckpunkten und einem angenehm festen Widerstand, wirkt aber dennoch etwas unpräzise. Mit dem exakten Ansprechen einer Logitech G15, Raptor-Gaming K2 oder Saitek Eclipse II kann der Zboard-Entwickler beim besten Willen nicht mithalten. Ganz anders sieht es hingegen bei den eigentlichen Hauptdarstellern - den Zusatztasten - aus, die sich auch auf dem Fang-Tastenpad finden. "Fang" bedeutet im Deutschen übrigens so viel wie "Reißzahn".

Ideazon Fang: Klicken für großes Bild
Wie bereits angesprochen, leisten sich die Spiele-Knöpfe kaum Schwächen und erinnern mit ihrem hochwertigen Anschlags-Gefühl stark an aktuelle Tastaturen aus dem Hause Cherry sowie die Raptor-Gaming K2 auf Cherry-Basis. An den ergonomisch angeordneten Zustatztasten können sich andere Hersteller getrost ein Beispiel nehmen, sie haben das Zeug zu einer echten Referenz. Das Merc-Keyboard ist in etwa so tief wie eine Logitech G15 ohne Handballenauflage, geht aber noch einen knappen Zentimeter mehr in die Breite. Prädestiniert für dicht gedrängte LAN-Parties ist das handliche Fang-Pad. Nicht wegen des beleuchteten Z-Logos, sondern vielmehr deshalb, weil es je nach Spiel eine komplette Tastatur ersetzen kann.
Fazit
Für Laien ein Haufen gut sortierter Zusatztasten, für Zocker ein echter Gewinn: Allerdings gilt dies in erster Linie für das Fang-Pad und den linken Teil des Merc-Keyboards. Bei den komplett bestückten Gamer-Tastaturen dürfte es Ideazon schwerfallen, sich gegen die harte Konkurrenz durchzusetzen. Doch wer auf höchstmögliche Flexibilität Wert legt, wird zurzeit nirgendwo besser bedient. Das Fang-Gamepad geht ab etwa 30 Euro über den Ladentisch, das Merc-Keyboard für mindestens 30 Euro mehr. Die Länge der USB-Kabel beträgt 180 und 185 Zentimeter.
Links zum Thema
- Raptor-Gaming K2 im Test
- Saitek Eclipse II Keyboard im Test
- Aurora & Crystal im Test: Edel-Tastaturen von Enermax
- Logitech G15 im Test
- Ideazon Zboard im Test
