Gamer-Griffbretter: Ideazon Merc und Fang im Test
Fingerspielchen
Dafür sind die Zusatztasten angenehm aufeinander abgestimmt und einfach erreichbar. Für die äußersten Tasten müssen aber selbst groß gewachsene Finger weit ausholen, immerhin zählen diese zur seltener frequentierten Sorte. Dank der übergroßen Butterfly-Tasten zur Fortbewegung der virtuellen Spielfigur dürften selbst absolute Anfänger nicht in die falsche Richtung laufen. Besonders gut gefallen uns außerdem die vier Seitentasten des Fang, die in greifbarer Nähe des Daumen und kleinen Fingers liegen.
Leider finden wir das Layout der Merc-Tastatur nicht optimal, zumindest außerhalb der F- und Buchstaben-Tasten. Zum einen sind die Pfeiltasten nicht separat angeordnet, sondern in den Nummernblock integriert, wodurch die Zahl Null links neben die Vorwärts-Taste rutscht. Zum anderen sind für Schreibarbeit essentielle Funktionen wie "Position 1", "Ende" und "Entfernen" statt einzeln nur noch bei deaktiviertem Nummernblock erreichbar. Ohne längere Eingewöhnung sind Fehleingaben damit mehr oder weniger vorprogrammiert.

Programmier-Software Z-Engine: Klicken für großes Bild
Mit der mitgelieferten Version der Z-Engine, der Konfigurationssoftware von Merc und Fang, war es leider nicht möglich, individuelle Programmierungen vorzunehmen. Bei dieser mussten wir uns wohl oder übel mit den vorgefertigten Spiele-Profilen sowie einem Standard-Profil zufrieden geben. Erheblich mehr Freiheiten lässt uns hingegen eine Beta-Version der Z-Engine, allerdings sind diese zunächst bloß rein optischer Natur. In der endgültigen Fassung, die in etwa einer Woche zum öffentlichen Download angeboten wird, werden die Änderungen auch Wirkung zeigen.
Was wir sehen, kann sich absolut sehen lassen. Bis auf ihre fehlende Funktion kann uns die praktische Oberfläche der Z-Engine voll überzeugen. Benutzerfreundlichkeit wird hier sehr groß geschrieben: Neben einer fein säuberlichen Auflistung aller verfügbaren Spiele-Profile zeigt ein Fenster das zweidimensionale Abbild des angeschlossenen Geräts. Wer ein bereits existierendes Profil den eigenen Bedürfnissen anpassen möchte, braucht nur das passende Symbol aus einer Reihe anschaulicher Piktogramme auf die gewünschte Taste zu ziehen. Um die Änderungen speichern zu können, muss jedoch ein neues Profil angelegt werden.
Die Programmierbarkeit macht selbst vor der Windows-Taste nicht Halt, allein die Z-Taste zum Aufruf des Konfigurationswerkzeugs bleibt unantastbar. Ganz nach eigenem Gusto kann alles andere mit Tastenkombinationen, Buchstaben, Zahlen oder ganzen Wörtern belegt werden. Beim Aktivieren der "Aufnahmeverzögerung" registriert die Z-Engine sogar die zeitlichen Abstände zwischen dem Drücken mehrerer Tasten. Im so genannten "Chat-Modus" wandeln sich Merc und Fang bei Bedarf zu virtuellen Sprachrohren. Neben der Anweisung und dem Text, der an das aktive Chat-Programm oder den Internet-Chatroom gesendet werden soll, lässt sich auch der Befehl bestimmen, der das Ganze abschickt. Beim Instant-Messenger ICQ geschieht das beispielswiese per "Alt-S".
Ideazon Merc und Fang im Test
Z-Engine: Programmierbarkeit bis in die letzte Ecke, dennoch übersichtlich und bedienerfreundlich
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