Drahtlos in Mountain View
Sicherer Zugang per VPN
Schwankende Upload-Raten
Nach dem Einloggen leitet Google automatisch zu einer lokalen Startseite weiter, die unter anderem auf einer kleinen Google Maps-Karte die genauen Standorte aller Zugangspunkte anzeigt. Dazu gibt es einen ausführlichen Hilfebereich im typisch spartanischen Google-Design.
Die Firma hat erklärt, jedem Nutzer ein Megabit Download-Geschwindigkeit zur Verfügung zu stellen. In der Praxis liegen diese Zahlen eher bei 500 bis 800 Kilobit. Deutlich schwankend ist insbesondere die Upload-Kapazität. In einigen Fällen sank diese auf bis zu 10 Kilobit - um dann wenig später wieder auf knapp 800 Kilobit anzusteigen.
Googles minimalistisches Wifi-Portal steht auch Nutzern anderer Internet-Zugänge offen - mit einer Ausnahme: Nur wer per GoogleWifi eingeloggt ist, hat Zugriff auf einen speziellen Download-Bereich, über den ein "Secure Access Client" für Windows heruntergeladen werden kann.
Die Software soll es Netznutzern ermöglichen, Daten verschlüsselt und damit abhörsicher über einen Google-VPN-Server zu schicken. Im netzwelt-Test wollte das Programm aber partout keine Verbindung zu diesem Server aufbauen. Andere Nutzer berichten in Googles Foren von ähnlichen Problemen.
Fazit: Ein interessanter Testfall
Als Google mit der Installation seines Netzwerks in Mountain View begann, mutmaßten einige Gerüchteköche darin gleich den Beginn einer groß angelegten Wifi-Offensive. Die Firma dementiert solche Gerüchte. Den drahtlosen Zugangsmarkt wolle man anderen überlassen, heißt es aus Mountain View.
Das dortige Netzwerk könnte für Google trotzdem zukunftsweisend sein. Während andere Millionen in Netzwerk-Infrastruktur stecken, könnte die Firma sich mit einem kostenlosen VPN-Service als Mittelsmann etablieren - und damit Nutzer fest an andere Google-Dienste binden. Dazu müssen die Jungs mit den Polohemden in Mountain View allerdings noch ein bisschen an ihrem Secure Access Client basteln.
