Googles Wifi-Netzwerk ein Test für neue Angebote?
DSL-Alternativen: Drahtlos in Mountain View
Google hat seiner kalifornischen Heimatstadt Mountain View Mitte August ein flächendeckendes drahtloses Netzwerk geschenkt. Die Bewohner des Ortes können seitdem nicht nur kostenlos im Netz surfen, sondern auch auf Googles VPN-Netzwerk zugreifen. Netzwelt hat sich das Angebot einmal aus der Nähe angeschaut.
Inhaltsverzeichnis
- 1Gute Abdeckung in der Innenstadt
- 2Sicherer Zugang per VPN
- 3Fazit: Ein interessanter Testfall
Mountain View ist ein bemerkenswertes Örtchen. Auf der Staße laufen unzählige junge Männer mit in die Hose gestopften Polohemden rum. Wer ins Cafe geht, findet jeden Tisch mit einem Notebook besetzt. Und die von den Nachbartischen herüber schwappenden Gesprächsfetzen handeln von Bittorrent und Coding-Jobs.
Schuld daran ist Google. Der Suchmaschinenriese beschäftigt in seinem Stammsitz in Mountain View mehrere tausend Mitarbeiter und prägt damit das Gesicht der Stadt. Seit Mitte August ist Google nun auch sprichwörtlich allgegenwärtig. Die Firma betreibt seitdem ein drahtloses Netzwerk, das Mountain Views Einwohnern einen kostenlosen Zugang zum Internet bietet.
Einige Spötter glauben, dass Google seine Mitarbeiter damit zu mehr Arbeit in ihrer Freizeit anhalten will. Der wahre Grund für Googles Freigiebigkeit dürfte jedoch ein anderer sein: Die Firma sieht ihren Firmensitz als Test-Gelände für zukünftige Technologien, die möglicherweise früher oder später weltweit angeboten werden können. Grund genug, einmal vor Ort vorbeizuschauen.
Gute Abdeckung in der Innenstadt
Googles Netzwerk basiert auf 380 Zugangspunkten, die insgesamt ein Gebiet von 30 Quadratkilometern abdecken. Besonders hoch ist die Konzentration im Zentrum der Stadt. Dort finden sich fast an jeder Straßenkreuzung Gebäude, auf dem ein leicht zu erkennendes Paar von Wifi-Antennen installiert wurde.
Die Abdeckung ist denn auch dementsprechend gut. In Gebäuden ist der Zugang zwar oft nur mit Fensterplatz möglich. Doch wer im Freien sitzt, bekommt ohne Probleme ein starkes Signal mit der Kennung "GoogleWiFi". Ist die Verbindung damit erst einmal aufgebaut, dann fordert der Browser zum Einloggen in einen Google-Account auf.

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