Mit der Kamera Dokumente digitalisieren
Fototipp: Fotografieren statt scannen
Nicht jeder hat einen Scanner. Aber fast jeder hat eine Digitalkamera. Warum also nicht die Digitalkamera die Arbeit eines Scanners übernehmen lassen, wenn Dokumente zur Weiterverarbeitung in den Rechner müssen? Netzwelt zeigt, wie es klappt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Arbeitsplatz
- 2Kameraeinstellungen
- 3Vogelperspektive
- 4Fertig, los
Texte, die nur in gedruckter Form vorliegen und am PC genutzt werden sollen, treten in der Regel den Weg auf den Flachbettscanner an. Wenn aber kein Scanner vorhanden ist, stattdessen jedoch eine Digitalkamera, dann kann der Text fast genauso gut digitalisiert werden.
Arbeitsplatz
Zum Fotografieren braucht es vor allem Licht und davon am besten viel. Daher ist eine gute Beleuchtung Grundvoraussetzung für eine brauchbare Dokumentkopie. Gut geeignet sind daher helle Plätze direkt am Fenster, wo Tageslicht für ausreichend Beleuchtung sorgt. Abends ist die Küche in der Regel optimal, da es hier im Haus am hellsten sein sollte.
Kameraeinstellungen
Eine heutige Standarddigitalkamera bietet dem Nutzer Einstellmöglichkeiten, die das Abfotografieren eines Dokuments oder eines Fotos erleichtern und für bessere Ergebnisse sorgen. Der Makromodus einer Digitalkamera ist für das Erfassen kleinster Details gedacht und daher sehr gut geeignet für das Vorhaben. Eine kleine Blume symbolisiert den Makromodus, der meistens über das Moduswählrad oder eine separate Funktionstaste aktiviert wird. Diesen Modus aktivieren und folgende Einstellungen ebenfalls übernehmen: die ISO-Empfindlichkeit tagsüber auf 200 einstellen, abends auf 400.
Das ist nötig, um eine kurze Verschlusszeit zu realisieren, sodass das Foto später nicht verwackelt ist. Bei abfotografierten Texten macht schon die kleinste Verwacklung das Foto unbrauchbar.
Den Weißabgleich kann die Kamera tagsüber automatisch regeln. Wenn abends ein rot- oder gelbstichiges Foto entsteht, dann einfach schnell einen manuellen Weißabgleich auf das Papier machen oder die Voreinstellung für Kunst- oder Glühlampenlicht wählen. Viele Digitalkameras bieten zur einfachen Gestaltung von Panorama- und Architekturbildern ein Gitternetz, das sich im Display einblenden lässt. Über die Taste Display (mehrmals betätigen) oder im Menü kann diese Funktion aktiviert werden. Für das Abfotografieren von Dokumenten ist diese Gestaltungshilfe sehr von Vorteil. Der Blitz sollte nur wenn es nicht anders geht eingesetzt werden. Das Blitzlicht lieber deaktivieren, da ungewollte Reflektionen auf dem Dokument die Aufnahme ungleichmäßig ausgeleuchtet erscheinen lassen können.
Die Auflösung für das Foto sollte je nach Verwendungszweck gewählt werden. Ist etwa ein Ausdruck auf DIN A4-Größe vorgesehen, dann sind vier Megapixel eine gute Entscheidung. In dieser Auflösung werden Buchstaben mit ausreichend Pixel dargestellt, sodass der Text nach einem Ausdruck oder in vergrößerter Ansicht am PC noch gut lesbar ist. Für Bilder, die abfotografiert werden, gilt gleicher Verweis auf den Verwendungszweck: Je größer das Bild später gedruckt werden soll, um so höher ist die Auflösung in der Kamera zu wählen.
Checkliste: Makromodus an, ISO-Empfindlichkeit 200 oder 400, Weißabgleich auto, Auflösung zwischen zwei und vier Megapixel, Gitternetz an
Vogelperspektive
Fotografiert wird nun senkrecht von oben auf das Dokument herab. Wer ein Stativ zur Hand hat, nutzt die Vorteile dieser zusätzlichen Stütze. Alle anderen halten die Kamera möglichst verwacklungsfrei. Um perpektivische Verzerrungen im Bild zu vermeiden, halten Sie die Kamera so senkrecht und so mittig wie möglich über dem Dokument. Das eingeschaltete Gitternetz im Display hilft bei der Ausrichtung der Kamera ungemein, ansonsten kann man sich auch am Displayrand und den geraden Zeilen im Text orientieren.

Winterzeit ist Fotozeit. Ob Skifahren, Wandern oder Langlauf, eine kleine oder große Digitalkamera ist zum ständigen Begleiter geworden. Einige Dinge gilt es zu beachten, wenn die Finger eisig fröstelnd den Auslöser drücken. Netzwelt unternimmt mit Ihnen den Ausflug in die Kälte.
Das leidige Thema mobile Stromversorgung ist Sony bei einer neuen Digitalkamera auf eine pfiffige Art und Weise angegangen. Bevor ein Foto gemacht werden kann, wird Strom per Bewegung erzeugt. Die Digitalkamera besitzt ein Drehrad, das nach dem Dynamo-Prinzip Energie liefert.





Beiträge
insgesamt 8 BeiträgeHallo, toller Artikel! seit der Treiber-Support meines HP Scanners ausgelaufen ist, bin ich zum Scannen mittels Fotografien übergegangen und stimme mit den genannten Tipps des Artikel überein. Heutige...
Zitat: ... (Dokumente Photographieren) ... Einer unserer netzwelt-Foto-Experten sagt in dem Zusammenhang: Wichtiger als die Kamera ist in dem Zusammenhang die Ausleuchtung des...
Auch wenn das Problem vlt. schon gelöst ist: Bei "grauem" Weiß hilft es, den Kontrast hochzusetzen. So wird das Schwarz künstlich schwärzer und das Weiß weißer gemacht. Man kann zusätzlich den Gamma-Wert...
vielen Dank für den Beitrag. Mich würde interessieren, wie man das so photographierte Dokument in Word überarbeiten? oder geht das gar nicht? Gäbe es eine Empfehlung für bestimmte Kameras, die bezüglich...
Super Hat mir sehr weiter geholfen :)