Test: Anti-Spiegel-Folie und Blickschutz für Notebooks

Prophylaxe gegen unbefugte Blicke

Noch hat das Samsung Q35 den Folientest nicht überstanden, denn nun kommt der Blickschutz-Filter von 3M an die Reihe. Bei diesem geht es in erster Linie darum, den Bildschirminhalt vor allzu neugierigen Beobachtern zu schützen. Beispielsweise könnte dies einem pubertierenden Pennäler dabei helfen, sich im öffentlichen Nahverkehr ungestört in der weiblichen Anatomie fortzubilden. Vielmehr bietet sich der Filter jedoch bei sensiblen oder privaten Dokumenten an, die der Öffentlichkeit verborgen bleiben sollen.

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Wie die ARMR200- wird auch die Blickschutz-Folie in vorkonfektionierten Stücken geliefert. Da uns lediglich ein größeres Exemplar zur Verfügung steht, müssen wir wieder einmal zum Teppichmesser greifen. Anders als der Reflexions-Filter von 3M verfügt der Blickschutz über keine selbstklebende Oberfläche, sondern wird entweder direkt mit den mitgelieferten Klebe-Pads aufs Display geklebt oder über entsprechende Halterungen von oben eingesteckt.

3M Vikuiti Blickschutz-Filter im Test
Notebook-Display mit und ohne 3M Vikuiti
Blickschutz-Filter, Klick vergrößert

Anonymes Surfen einmal anders

Gegen den ungewollten Schulterblick hilft er nur wenig, da er vornehmlich die seitlichen Einblicke blockiert. Bei diesen leistet er dafür hervorragende Dienste - bereits nach kleineren Änderungen des horizontalen Sichtwinkels sehen wir sprichwörtlich schwarz. Interessanterweise hat das Drehen der Folie um 90 Grad die Folge, dass statt den waagerechten die senkrechten Einblicke stärker eingeschränkt werden.

Für die etwas andere Art des anonymen Surfens müssen Notebook-Besitzer allerdings ein zwar noch gut erkennbares, aber deutlich dunkleres Bild in Kauf nehmen. Da der Blickschutz mindestens doppelt so dick ausfällt wie die ARMR200-Folie, macht er einen sehr stabilen Eindruck, außerdem lässt sich seine Oberfläche bedeutend leichter reinigen. Als netter Nebeneffekt verdrängt er ebenfalls den größten Teil unliebsamer Spiegelungen.

Nützlich, aber teuer

Endlich gibt es eine sinnvolle Möglichkeit, hochglänzende Schminkspiegel zu entschärfen, ohne sich gleich ein neues Notebook kaufen zu müssen. Besonders gut gefällt uns an der ARMR200-Folie die sichtbare Minderung von Reflexionen, weniger gut hingegen die Luftbläschen bei der Montage, die mitunter schwierige Reinigung sowie die etwas leidende Bildqualität. Eine sehenswerte Vorstellung lieferte auch der Blickschutz-Filter von 3M, der unbefugten Blicken einen wirksamen Riegel vorschiebt sowie sich einfach reinigen und anbringen lässt, aber leider die Helligkeit beeinträchtigt. Billig ist jedoch keine der beiden Folien: Während für die ARMR200 je nach Größe etwa 13 bis 60 Euro anfallen, reißt der Blickschutz-Filter mit 52 bis 98 Euro ein noch größeres Loch in den Geldbeutel.

Anti-Spiegel-Folie für Notebooks im Test

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