Underdog gegen iPod Nano: Packard Bell Vibe 360 im Test
Foto, Video und Mikrofon
Auch mit JPEG-Bildern, sogar mit Bewegtbildern in einem playereigenen Format, kann die schicke Aluminium-Jukebox umgehen. Für die Übertragung muss die im Lieferumfang enthaltene Software bemüht werden. Fotos zeigt das Display zwar angenehm hell, dafür mit einer deutlich sichtbaren Kontrastschwäche an. Ein nettes Gimmick, mehr nicht.
Gleiches gilt für die Videos im Briefmarkenformat. Für einen kurzen Spaß oder einen zum Lied passenden Videoclip zu haben, für abendfüllende Spielfilme reichen aber bauartbedingt weder Speicherkapazität noch Bildschirmdiagonale aus. Immerhin flimmern die Clips recht ruckelfrei über die Mini-Leinwand.
Dank einer kleinen Öffnung am rechten Gehäuserand mutiert der Player von Packard Bell zum waschechten Diktiergerät. Die Qualität der Aufzeichnungen lässt sich über vier Stufen regeln. Mit der höchsten Einstellungen liefert der Player bemerkenswert gute Aufnahmen im WAV-Format, die klar und deutlich, ohne störende Hintergrundgeräusche hörbar sind. Während der Aufzeichnung wird im Display die verbleibende Restkapazität des Speichers angezeigt. Als Diktiergerät ist der Vibe daher auf jeden Fall empfehlenswert.
Dank einer handelsüblichen Mini-USB-Schnittstelle ist der Vibe 360 nicht auf ein Spezialkabel vom Hersteller angewiesen.
Fazit: Sieg nach Punkten
Der Packard Bell Vibe 360 bietet viel Gegenleistung fürs Geld. Mehr als die direkte Apple-Konkurrenz. Der empfohlene Verkaufspreis der Ein-Gigabyte-Version liegt zur Markteinführung bei 149 Euro, exakt derselbe Preis ist für den Apple iPod Nano mit einem Gigabyte großem Speicher fällig. Line-In-Eingang, Mikrofon und einen handelsüblichen USB-Anschluss sucht man dort allerdings vergeblich. Schade, dass der Vibe kein Radio auf der Ausstattungsliste stehen hat.
Für alle, die einen schicken, gut verarbeiteten und relativ robusten Unterhalter suchen, ist der Vibe eine gute Wahl. Den Vergleich zum iPod Nano gewinnt der 360er jedenfalls klar nach Punkten. Für manch einen hingegen ist der Stil des Apple-Players einfach unbezahlbar.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 7 Beiträge
Na, wenn Ihr die Musik schon beliebig teilt, dann spielt sie doch einfach auf Euren Rechner und syncd dann. Man kann zwar mit dem Windows Media Player Titel bewerten, aber die intelligenten Ordner, bzw....
ok, das stimmt. Netzteile gibt es aber für 10 Euro.
"Synchronisation einer bestimmten Software überlassen möchte, oder es lieber selber durchführt." Ja eben, sagte ich doch: Schön selber Ordner und Musikdateien per Hand kopieren - typisch für Windows...
Zum Thema Erfordernisse und Apple fällt mir nur ein: Ein MP3 Player ist ein mobiles Musikabspielgerät, dass nimmt man auch gerne mal mit in den Urlaub, doof ist nur, dass man auch einen Rechner brauch um den...
Titel bewerten kann man mit dem Windows Media Player auch! Aber das eigentliche Problem ist doch (nicht nur bei Apple), dass es nervt, wenn ein Player an eine Software gebunden ist. Mein Bruder hat einen IPod...