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20.08.2006
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Schicker MP3-Player im Aluminium-Gewand

Underdog gegen iPod Nano: Packard Bell Vibe 360 im Test

MP3-Hardware

Foto, Video und Mikrofon

Auch mit JPEG-Bildern, sogar mit Bewegtbildern in einem playereigenen Format, kann die schicke Aluminium-Jukebox umgehen. Für die Übertragung muss die im Lieferumfang enthaltene Software bemüht werden. Fotos zeigt das Display zwar angenehm hell, dafür mit einer deutlich sichtbaren Kontrastschwäche an. Ein nettes Gimmick, mehr nicht.

Gleiches gilt für die Videos im Briefmarkenformat. Für einen kurzen Spaß oder einen zum Lied passenden Videoclip zu haben, für abendfüllende Spielfilme reichen aber bauartbedingt weder Speicherkapazität noch Bildschirmdiagonale aus. Immerhin flimmern die Clips recht ruckelfrei über die Mini-Leinwand.

Dank einer kleinen Öffnung am rechten Gehäuserand mutiert der Player von Packard Bell zum waschechten Diktiergerät. Die Qualität der Aufzeichnungen lässt sich über vier Stufen regeln. Mit der höchsten Einstellungen liefert der Player bemerkenswert gute Aufnahmen im WAV-Format, die klar und deutlich, ohne störende Hintergrundgeräusche hörbar sind. Während der Aufzeichnung wird im Display die verbleibende Restkapazität des Speichers angezeigt. Als Diktiergerät ist der Vibe daher auf jeden Fall empfehlenswert.

Packard Bell Vibe 360

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Dank einer handelsüblichen Mini-USB-Schnittstelle ist der Vibe 360 nicht auf ein Spezialkabel vom Hersteller angewiesen.

Fazit: Sieg nach Punkten

Der Packard Bell Vibe 360 bietet viel Gegenleistung fürs Geld. Mehr als die direkte Apple-Konkurrenz. Der empfohlene Verkaufspreis der Ein-Gigabyte-Version liegt zur Markteinführung bei 149 Euro, exakt derselbe Preis ist für den Apple iPod Nano mit einem Gigabyte großem Speicher fällig. Line-In-Eingang, Mikrofon und einen handelsüblichen USB-Anschluss sucht man dort allerdings vergeblich. Schade, dass der Vibe kein Radio auf der Ausstattungsliste stehen hat.

Für alle, die einen schicken, gut verarbeiteten und relativ robusten Unterhalter suchen, ist der Vibe eine gute Wahl. Den Vergleich zum iPod Nano gewinnt der 360er jedenfalls klar nach Punkten. Für manch einen hingegen ist der Stil des Apple-Players einfach unbezahlbar.


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