Underdog gegen iPod Nano: Packard Bell Vibe 360 im Test
Hörtest
Dank ID3-Unterstützung sortiert der Testplayer die Musik auf Wunsch nach Kriterien wie "Künstler" oder "Album". Die Originalreihenfolge bleibt dabei erhalten, so wie sich das der Künstler gedacht hat. Generell ist die Steuerung des Vibe 360 schnell erlernbar. Die bündig in das Gehäuse eingelassenen Tasten könnten allerdings einen klareren Druckpunkt vertragen. Immerhin ragen die zwei wichtigsten Drücker unterhalb des Displays leicht aus der Front heraus und sind damit auch in der Hosentasche gut ertastbar.
Aus laufender Wiedergabe heraus erreicht man durch einen längeren Druck auf die linke Taste ein praktisches Schnellmenü. Hier hat der Nutzer Zugriff auf die wichtigsten Klangeinstellungen und kann einzelne Songs einer von bis zu fünf Wiedergabelisten hinzufügen. Diese lassen sich auch dauerhaft sichern.
Das kühle Aluminium des Vibe 360 liegt angenehm in der Hand. Mit einer Dicke von 8,5 Millimetern ist er nur unwesentlich fülliger als der iPod Nano von Apple.
Schaltet man den Vibe aus, merkt er sich die zuletzt angespielte Stelle im Lied (Resume-Funktion). Dauerhafte Lesezeichen (Bookmarks) lassen sich hingegen nicht setzen. Eine mechanische Tastensperre verhindert das ungewollte Ein- oder Ausschalten des Players. Nach 12,5 Stunden ging dem Akku nach dauerhafter Beschallung die Puste aus.
Der Player spielt Musik mit der Endung MP3, WMA(DRM) und WAV. Mit der Klangqualität kann man zufrieden sein, allerdings hat der Vibe 360 die schwachen Bässe des Vibe 500 geerbt. Insgesamt liegt der Klang in etwa auf dem Niveau des iPod Nano und damit im Durchschnitt der von netzwelt getesten Player mit Flash-Speicher. Zusätzlich bietet der Testkandidat aber noch den SRS-Effekt, dessen Intensität sich im Menü nach mehreren Gesichtspunkten regeln lässt.
Die fünf voreingestellten Equalizer-Presets peppen den Sound eher schlecht als recht auf - zu dumpf klingen die meisten Einstellungen in den Ohren. Auch die Maximal-Laustärke könnte höher liegen, was sich vor allem an geschlossenen Studiokopfhörern bemerkbar macht.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 7 Beiträge
Na, wenn Ihr die Musik schon beliebig teilt, dann spielt sie doch einfach auf Euren Rechner und syncd dann. Man kann zwar mit dem Windows Media Player Titel bewerten, aber die intelligenten Ordner, bzw....
ok, das stimmt. Netzteile gibt es aber für 10 Euro.
"Synchronisation einer bestimmten Software überlassen möchte, oder es lieber selber durchführt." Ja eben, sagte ich doch: Schön selber Ordner und Musikdateien per Hand kopieren - typisch für Windows...
Zum Thema Erfordernisse und Apple fällt mir nur ein: Ein MP3 Player ist ein mobiles Musikabspielgerät, dass nimmt man auch gerne mal mit in den Urlaub, doof ist nur, dass man auch einen Rechner brauch um den...
Titel bewerten kann man mit dem Windows Media Player auch! Aber das eigentliche Problem ist doch (nicht nur bei Apple), dass es nervt, wenn ein Player an eine Software gebunden ist. Mein Bruder hat einen IPod...