Keine Gnade von Musikindustrie
Toter Filesharer: RIAA verlangt Schadensersatz von Erben
Das Image der RIAA (Recording Industry Association of America) ist nach zahlreichen Prozessen gegen die Filesharing-Gemeinde nicht gerade das beste - und die Musiklobby tut alles dafür, dass dies auch so bleibt: Für einen im Laufe eines Verfahrens verstorbenen Filesharer sollen jetzt dessen Kinder haften. Verständnisvoll, wie die RIAA ist, gewährte sie den Hinterbliebenen eine Trauerzeit von 60 Tagen. Danach heißt es allerdings: Butter bei die Fische und her mit der Kohle.
So will sich der Musikverband nach Möglichkeit außergerichtlich mit den Erben einigen, im Klartext: Den Hinterbliebenen so schnell wie möglich etwas Geld aus der Tasche ziehen. Das Verfahren gegen den verstorbenen Larry Scantlebury begann bereits zu dessen Lebzeiten. Im Verlaufe des Verfahrens klagte er immer wieder über nächtliche Telefonanrufe, unseriöse Angebote seitens der Musiklobby-Anwälte und ähnliche Aktionen seitens der RIAA. Ob dieser Stress zu seinem Tod geführt hat, ist ungeklärt. Auch ist nicht geklärt, in welchem Umfang Larry Scantlebury Dateien über das Netz getauscht hat oder wie viel Schadensersatz die RIAA verlangt.
RIAA: Kein Halt vor moralisch bedenklichen Klagen
Sicher ist jedoch, dass die US-amerikanische Musikvereinigung einmal mehr bewiesen hat, dass sie auch vor moralisch bedenklichen Verfahren keinen Halt macht. Neben Larry Scantlebury wurden bereits vor einiger Zeit ein zwölfjähriges Mädchen sowie eine längst verstorbene Frau, die niemals einen Computer besessen hatte, verklagt. Auch wurden einige Mütter von der RIAA verklagt, die für ihre Kinder haften sollten.
Ob die vielen Klagen gegen Filesharer langfristig der Musikindustrie aus der Traufe helfen, ist eher fraglich. Schaut man sich einmal in den einschlägigen Foren um, rufen besonders die moralisch bedenklichen Verfahren eher Protest und Boykott statt Abschreckung hervor. Überzeugte P2P-Nutzer laden dann ganz nach dem Motto "Jetzt erst recht" eher mehr Songs und Filme aus dem Netz statt weniger. Auch der Fall Larry Scantlebury wird dazu sicherlich seinen Teil beitragen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.

Nun mal langsam... Robin William sist ein Schauspieler und hat meines wissens kein einziges Album produziert. ROBBIE Williams dagegen hat ein paar Alben produziert, und er hat einmal gesagt: "Wenn euch meine Musik so...
Wenn solche SPASTEN wie Robin Wiliams 120 Millionen Dollar für 6 Alben bekommen, und die Musikindustrie dann noch behauptet das keine Mittel da währen um neue Bands zu fördern (was meinentwegen eine Mill. kosten...
America ... kiss my ASS !!!
Piraten sind geil! Es lebe die Tauschbörse! :-P
Wird fallengelssen - nach Boinboing Grüsse ALOA