Samsung Q35 im Test: Kleines Notebook für große Ansprüche
Wertige Verarbeitung
Wenig tolerant zeigt sich das Q35 bei vertikalen Blickwinkeländerungen, während es in horizontaler Hinsicht gerade noch für zwei Zuschauer ausreicht. Gut gefällt die satte Schwarzdarstellung, nicht so gut, dass sie stark vom Sichtwinkel abhängt. Weiß wirkt besonders in den Ecken sichtbar angegraut. Bei eingehender Betrachtung bemerken wir zudem eine leicht abnehmende Ausleuchtung am unteren sowie am oberen Rand, wo sie ein leichtes Wellenmuster zeichnet.
Obwohl ein Schließmechanismus fehlt, liegt das Display im geschlossenen Zustand fest auf. Durch den dafür notwendigen hohen Widerstand des Scharniers klappt beim Öffnen mit nur einer Hand allerdings auch der Rest des Notebooks nach oben. Einen etwas unschönen Eindruck hinterlässt das leichte Knarzen, das während des Schreibens durch das Auflegen der Hände entsteht. Davon einmal abgesehen leistet sich das Q35 in puncto Verarbeitung keine nennenswerten Schwächen. Dies gilt insbesonders für die integrierten Eingabegeräte, die ihrem Benutzer sehr entgegenkommen:
Ein hervorragend exaktes Touchpad mit satt und präzise klickenden Tasten, das uns eine separate Maus kaum vermissen lässt, sowie eine schreiberfreundliche Tastatur mit prägnantem Anschlag und angenehm hohem Widerstand. Letztere sieht nicht nur aus wie mit feinem Schleifpapier überzogen, sie fühlt sich auch ein wenig so an. Die Tasten besitzen bloß minimales Spiel und arbeiten trotz leichter Klappergeräusche recht leise. Als störend empfinden wir allerdings die viel zu klein geratenen "Tab"- und rechte "Shift"-Tasten und die umständliche Bedienung der "Pos1"- und "Ende"-Tasten.
Samsung Q35 im Test
DVD-Allesfresser sowie Anschlüsse für FireWire und 10/100-MBit-Ethernet
Leistungsvergleich: Samsung, Dell und Toshiba
Im Schnitt fällt das Samsung Q35 sowohl bei der Spiele- als auch der System-Leistung leicht hinter das Dell XPS M1210 und Toshiba Satellite U200-163 zurück. Allerdings sind die Unterschiede derart marginal, dass sich keines der drei Subnotebooks vor dem anderen verstecken müsste. Leider ist es um die Erweiterbarkeit des Q35-Arbeitsspeichers schlecht bestellt, da es bloß einen erreichbaren Steckplatz besitzt und der Rest fest integriert ist.
Eindeutiger fällt das Urteil hingegen bei einer anderen Wertungsprüfung aus. Während das Dell XPS M1210 sich als größter Schluckspecht auszeichnet, zieht das Toshiba Satellite U200-163 vor allem bei Vollbelastung deutlich weniger Strom aus der Steckdose. Zwischen dem extrem niedrigen Energiehunger des Samsung Q35 liegen jedoch Welten. Im schlechtesten Fall verbraucht es mindestens 13 Watt weniger als die Konkurrenz, im Leerlauf unterbietet es die beiden Mitbewerber sogar um mehr als die Hälfte - vorbildlich.
Obwohl das Q35 einschließlich Akku kaum schwerer aufträgt als das Toshiba Satellite U200, hält es mit vier Stunden und 35 Minuten über eine Stunde länger durch. Auf das Dell XPS M1210, das schwerste Subnotebook im Bunde, beträgt der Laufzeit-Vorsprung immer noch 55 Minuten. Inklusive der aufpreispflichtigen Hochleistungsbatterie liegt das US-Modell mit seinen beachtlichen sieben Stunden wiederum weit vorne, wiegt dann allerdings gleich über 200 Gramm mehr als das schwerste Konkurrenzmodell.

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