Bundesliga im Pay-TV: Wie kommt der Fußball ins Wohnzimmer?

Premiere - Alles neu bei Deutschlands größtem Bezahlsender

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Nach dem Verlust des Steckenpferdes Bundesliga, befand sich Premiere kurzzeitig in einem Komazustand. Die Aktie war eingebrochen und zahlreiche Abonnenten reichten die Kündigung ein. Wenige Monate später scheint Deutschlands ältester und größter Pay-TV-Mogul wieder am Leben. Unverhofft kommt oft - In dem Falle sorgte ausgerechnet arena für die Auferstehung des Münchner Pay-TV Senders.

Mit der Übertragung des arena-Signals über die Premiere-Decoder versorgt nun Premiere Deutschlands größtes Kabelnetz von Kabel Deutschland mit Fußball, nachdem wie erwähnt die Verhandlungen seitens arena mit der KDG scheiterten. Kunden von Kabel Deutschland können arena also über das Programmpaket von Premiere zum gleichen Preis von 14,90 Euro abonnieren. In Verbindung mit anderen Premierepaketen kann der Preis sogar auf 9,90 Euro reduziert werden. Der alte Premiere-Receiver kann uneingeschränkt weiter genutzt werden. Arena wird schlicht als Programm über die SmartCard von Premiere freigeschaltet.

Champions League und internationaler Fußball ab 9,99 Euro

Seit dem 1. August hat Premiere seine Programmstruktur völlig neu umgekrempelt. Das Programm teilt sich in fünf Hauptpakete zu jeweils 9,99 Euro auf. Die Themenbereiche Blockbuster, Entertainment, Thema, Sport und Fußball sind sowohl einzeln als auch im Paket abonnierbar. Wer beispielsweise zusätzlich zur Fußball-Bundesliga auch die Champions League und internationalen Vereinsfussball sehen will, der kann das Programmpaket Fußball bestellen. Premiere Komplett mit allen Themenbereichen in der 5er Kombi wird für 34,99 Euro angeboten. Damit ist Premiere seinen Abonnenten sehr entgegengekommen. So zahlte man vor der Umstrukturierung allein für das Premiere Sportpaket über 30 Euro.

Kunden, die noch kein Premiere-Abo besitzen, zahlen eine einmalige Aktivierungsgebühr von 29,99 Euro sowie fünf Euro Versandkosten. Die Preise für Digital-Receiver, sowohl für Kabel als auch Satellit, liegen bei knapp 80 Euro. Premierekunden, die noch in alten Premiereverträgen stecken, sei empfohlen, sich an den Kundenservice zu wenden.

V-DSL nicht überall verfügbar

In Verbindung mit der T-Com zeigt Premiere die Bundesliga über das Hochgeschwindigkeitsnetz V-DSL. Das Bundesliga-Angebot, welches über IPTV ausgestrahlt wird, kostet 9,95 Euro pro Monat bei einem 24-monatigen Abonnement. Wer sich bis zum 21. August für das IPTV-Angebot entscheidet, kann die komplette Hinrunde kostenlos verfolgen. Der Kunde bekommt pro Monat eine Gutschrift von 9,95 Euro zugesprochen.

Voraussetzung für einen Empfang der Bundesliga über Settop-Boxen ist ein entsprechender V-DSL-Anschluss. Da das V-DSL-Netz aber bisher nur rund drei Millionen Haushalte erreicht, unter anderem die Ballungszentren Berlin, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Köln und Stuttgart, kann nur ein kleiner Abonnentenkreis auf das Angebot zurückgreifen. Bis Anfang 2007 soll die Zahl der Anschlüsse allerdings auf sechs Millionen erhöht werden.

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