Gamer-Tastatur: Saitek Eclipse II Keyboard im Test
Haftung nur mit Handballenauflage
Leider stehen die ergonomischen Zusatzmerkmale nicht im Einklang zum sonst eher robusten und stabilen Auftreten der Tastatur. So sitzt die Handballenauflage wackelig in zwei dünnen Halterungen, während sich auch die ausklappbaren Standfüße etwas locker geben. Im "nackten" Zustand verrutscht die Tastatur trotz großflächiger Gummi-Stopper sehr leicht.
Wirklich zufrieden stellt uns die Bodenhaftung erst mit montierter Handballenauflage, da die Hände des Schreiberlings dann fünf zusätzliche Stopper auf den Schreibtisch drücken. Als weiteres Manko rein ästhetischer Natur erweist sich die für Schmutz und Staub überaus empfängliche schwarze Lackierung. Doch dank der Beleuchtung lässt sich die Eclipse II schließlich auch im Dunkeln betreiben, wobei zwei längliche Lichter das linke und rechte Ende markieren.
Am Ende ist das USB-Kabel erst nach guten 1,80 Metern, zugleich macht selbiges dank der durchscheinenden Drähte auch optische eine gute Figur. Treiber oder Steuerprogramme suchen wir vergebens, doch die multimedialen Zusatztasten für Wiedergabe, Pause, Stopp und Titelsprung arbeiten ohnehin problemlos mit dem Windows Media Player sowie dem beliebten Media Player Classic zusammen. Winamp-Nutzer gehen leider leer aus.
Bunt, handzahm, spieletauglich
Wirklich Tiefgreifendes hat sich im Vergleich zur ersten Eclipse nicht geändert. Dennoch finden wir die überarbeitete Fassung sowohl funktional als auch optisch ansprechender. Bunte Beleuchtung hin oder her, das neue Design wirkt einfach hochwertiger. Geblieben ist das angenehme und präzise Schreibgefühl, gepaart mit sinnvoll platzierten Zusatztasten. Verbesserungsbedarf herrscht allerdings bei Rutschfestigkeit und Verarbeitung von Standfüßen und Handballenauflage. Bleibt bloß zu hoffen, dass die Straßenpreise unter den unverbindlichen und etwas zu teuren 60 Euro liegen werden. Für uns ist die Saitek Eclipse II eine spieletaugliche Alternative zu Logitech und Microsoft.
