Wenn das Notebook mit dem Stier...
Lamborghini-Laptop: Asus VX1 im Test
Benjamin Schnitzler
Großvolumig geht es nicht nur beim Fünf-Liter-Boliden mit Audi-Genen zu, denn mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher verfügt das VX1 ebenfalls über eine Menge Hubraum, jedoch für flüchtige Daten statt Benzin-Luft-Gemisch. Im Gegensatz zur winzigen Alibi-Ablage des Lamborghinis verfügt das VX1 zudem über einen üppigen Stauraum von 160 Gigabyte. Während der Gallardo bei unsensiblem Gasfuß trotz permanentem Vierradantrieb schwarze Streifen in den Asphalt brennt, brennt das VX1 lieber doppelschichtige DVDs.
Was dem Automobil die Windschutzscheibe, ist dem Notebook das Display. Als Rückspiegel wäre der Bildschirm des VX1 allerdings besser aufgehoben, denn er reflektiert, was der Hochglanz hergibt. Zu allem Überfluss verändert sich der Kontrast bei extrem schräger Einsicht so stark, dass man auf das Negativ eines Fotos zu sehen glaubt. Bei kleineren Abweichungen vom direkten Blickwinkel nimmt die Qualität schnell ab. Für mehr als zwei Zuschauer reicht dies kaum aus, doch schließlich bieten Lamborghinis bis auf wenige Ausnahmen auch nur zwei Sitzplätze.
Dafür legen die 1.400 x 1.050 Pixel eine durchaus sehenswerte Helligkeit und Schärfe an den Tag, begleitet von strahlenden Farben. Letztere könnten etwas kräftiger und gleichmäßiger ausfallen, es kommt zu "Wölkchen-Effekten" und ein rotes Bild geht mit einem minimalen Anflug von Rosa einher. Hinzu kommt eine gute Schwarzdarstellung bei leicht angegrautem Weißwert sowie eine abnehmende Ausleuchtung am unteren Rand. Videos werden ahnsehnlich dargestellt, leiden jedoch etwas unter den beschränkten Blickwinkeln.
Asus VX1 Lamborghini im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Unmittelbar nach dem Einschalten gibt sich das Alu-Interieur des VX1 etwas kühl, nach einer gewissen Betriebszeit erwärmt es sich jedoch auf ein angenehmes Temperatur-Niveau. Die Steuergeräte des VX1 passen hervorragend zu dem für sein gutmütiges Fahrverhalten bekannten Lamborghini Gallardo und setzen jeden Befehl prompt und präzise in die Tat um. Spiel besitzt die Tastatur so gut wie keines, außerdem arbeiten die Tasten leise und ohne viel Geklappere.
Zu den sowohl besten als auch schönsten Eingabegeräten auf dem Markt zählt das Touchpad des VX1. Die exakte Rückmeldung mit knackigen Klickgeräuschen ist nicht weniger als perfekt, das Fingerfeld präzise, leichtgängig sowie mit einem ausgewiesenen Bereich zum senkrechten Scrollen versehen. Ein blau beleuchteter Steg zwischen den beiden Tasten vollendet das edle Design und hilft sogar bei der Nachtarbeit.
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