Anonym im Netz: Kostenlose Proxy-Dienste im Vergleich

Fazit: Sieger ist vom User abhängig

Einen öffentlichen Proxy konfigurieren Sie wie Tor oder JAP: In den Verbindungseinstellungen müssen Sie für alle Protokolle die in der Liste aufgeführte IP-Adresse mitsamt Port eingeben. Diese Einstellungen finden Sie im Firefox unter Extras > Einstellungen > Allgemein > Verbindungs-Einstellungen, im Internet Explorer unter Extras > Internetoptionen > Verbindungen > Standardverbindung > Einstellungen. Denken Sie aber bitte daran, dass Sie die Proxy-Nutzung in diesen Einstellungen auch von Hand wieder rückgängig machen müssen, wenn Sie normal surfen möchten.

Leider sind viele der angebotenen öffentlichen Proxys entweder überlaufen, zeitweise außer Funktion oder existieren schon lange nicht mehr, ohne dass sie aus den Listen entfernt wurden. Etwas Geduld ist daher gefragt, bis Sie einen funktionierenden Anonymisierer ausfindig machen. Doch die wirklichen Nachteile öffentlicher Proxys wiegen unter Umständen noch viel schwerer: Denn wer sitzt hinter einem solchen Proxy, dem Sie möglichweise private Informationen preisgeben, indem Sie über seinen Server im Internet surfen? Was sind seine Ambitionen, und auch hier: Warum bietet er Bandbreite kostenlos an, die ihn eigentlich nur Geld kostet?

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Da auch die Angabe von persönlichen Daten für die Proxy-Anbieter nur optional ist, können Sie nie sicher sein, ob nicht vielleicht eine Person mit kriminellen Absichten der Betreiber des Proxy-Servers ist, den Sie gerade ausgewählt haben. Schnell kann hier der Verdacht so genannter Honeypots entstehen. Diese Honigtöpfe sind eigentlich Dienste, die in einem Netzwerk installiert sind. Legal surfende Benutzer bekommen von der Existenz solcher Leckereien nichts mit - wohl aber Hacker, die ein Netzwerk nach Schwachstellen absuchen. Diese erkennen den Honeypot als potentiellen Angriffspunkt und schlagen zu, da ein Honeypot nicht von einem echten Bestandteil eines Netzwerks unterschieden werden kann. Der Honigtopf protokolliert den illegalen Zugriffsversuch und der Hacker ist auf den Leim gegangen - oder den Honig eben.

Doch auf ähnliche Weise könnte ein Hacker selbst einen öffentlichen Proxy verwenden, um User auf seinen Server zu locken. Dort hinterlassen Sie daraufhin Daten, die für einen späteren Einbruch in Ihr System möglicherweise von großem Nutzen sein könnte - im Bestreben, möglichst unerkannt zu bleiben, liefern Sie also genau den Personen wertvolle Informationen, vor denen Sie sich ursprünglich absichern wollten. Das ist auch Hauptargument von Betreibern kostenpflichtiger Proxy-Dienste: Solange öffentliche Proxys keinen Login oder festgelegten Bereich von IP-Adressen bieten, sollten diese mit Vorsicht behandelt werden. Grundsätzlich ist also von öffentlichen Proxy-Servern abzuraten, weil Sie weder wissen, wer diesen betreibt, noch was er mit Ihren Daten macht.

Bei allen getesteten Proxy-Diensten war die Anonymität erfreulich hoch: Sowohl Tor und JAP als auch die Rewebber und öffentlichen Proxys konnten die wahre Identität zuverlässig verschleiern. Problematischer war jedoch der Verbleib der persönlichen Daten: Während Tor und JAP aufgrund der Förderung von außen sehr glaubwürdig dastehen, sollte bei Rewebbern genau nachgeforscht werden, ob die persönlichen Daten protokolliert werden und was mit ihnen gemacht wird. Öffentliche Proxys sind grundsätzlich nicht zu empfehlen, weil selten durchschaubar ist, wer mit welcher Motivation diesen Dienst anbietet - es sei denn, Sie können sich durch persönlichen Kontakt absichern.

Testergebnisse der Proxy-Dienste:

Anonymität bei Proxy-Diensten

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Proxy-Check bei JAP - Wie bei Tor verschleiert auch JAP die wichtigen Informationen.
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Wie bei Tor verschleiert auch JAP die wichtigen Informationen.

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Proxy-Check bei Browseatwork - Auch Browseatwork lässt bis auf die Browser-Kennung alles Persönliche verschwinden.
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Auch Browseatwork lässt bis auf die Browser-Kennung alles Persönliche verschwinden.

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Proxy-Check bei Anonymization - Ausgezeichnete Anonymität gibt es auch hier zu bestaunen.
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Ausgezeichnete Anonymität gibt es auch hier zu bestaunen.

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Proxy-Check bei Anonymouse - Vorbildliche Verschlüsselung: Hier weiß der Webserver gar nichts mehr
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Vorbildliche Verschlüsselung: Hier weiß der Webserver gar nichts mehr

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Proxy-Check bei Tor - Tor verschlüsselt IP, Referrer und DNS. Nur der Browser bleibt bekannt.
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Tor verschlüsselt IP, Referrer und DNS. Nur der Browser bleibt bekannt.


Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Proxydienste hier.

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