Anonym im Netz: Kostenlose Proxy-Dienste im Vergleich

Rewebber: Link rein, unerkannt raus

JAP ist ein finanziell gefördertes Anonymitäts-Projekt, das unter anderem von der TU Dresden und der Universität Regensburg ins Leben gerufen wurde. Da diese Förderung im Jahr 2006 ausläuft, wird vermutet, dass der Proxy-Dienst danach auf Bezahl-Basis fortgeführt werden könnte. Bei JAP gab es in der Vergangenheit mehrere Rechtsstreitigkeiten bezüglich der Protokollierung von Benutzerdaten; diese mussten - bekräftigt durch konkrete Verdachtsfälle - offengelegt werden. Mittlerweile wurde das Logging wieder deaktiviert, die Tatsache der staatlich forcierten Einflussnahme hinterlässt allerdings einen faden Beigeschmack, wenn es um die Bewertung der Anonymität geht. Da aber auch Organisationen wie der CCC das Projekt unterstützen, tut das zumindest der Glaubwürdigkeit keinen Abbruch.

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Die zweite Möglichkeit, unerkannt im Netz zu stöbern, sind Rewebber: Auf diesen Websites geben Sie einfach den gewünschten Link in ein Fenster ein, bestätigen und die Seite wird kontaktiert - allerdings mit den Nutzerdaten und der Identität eines Proxys. Je nach Rewebber bleibt am oberen Rand des Browsers diese Eingabemaske bestehen, damit Sie nicht andauernd auf die Homepage zurückkehren müssen, um neue Seiten aufzurufen. Ebenfalls nützlich: Wenn Sie auf einer anonymisierten Seite einen Link anklicken, bleiben Sie auch auf der folgenden Website unerkannt - Vorsicht ist allerdings bei den Vor- und Zurückpfeilen des Browsers selbst geboten, da Sie sich hier schnell aus dem anonymen Bereich herausklicken können.

Netzwelt hat drei solche Rewebber getestet: Anonymization, Browseatwork und Anonymouse. Alle drei sind denkbar leicht zu bedienen: Einfach den gewünschten Link eingeben, bestätigen und los geht die anonyme Reise. Die Anonymität ist dabei erfreulich gut: IP-Adresse und Referrer wurden bei allen verändert, Anonymouse und Anonymization machten sogar den Browser unkenntlich. Angenehm hoch bleibt auch die Geschwindigkeit, manchmal verschlucken sich die Rewebber allerdings an einer Seite, sodass der Aktualisieren-Knopf gefordert ist.

Von der grundsätzlichen Philosophie her sind Rewebber nicht dafür gedacht, die eigene Identität im weltweiten Netz zu verschleiern, sondern auf dem Arbeits-PC und dem angeschlossenen Netzwerk. Daher bietet Browseatwork eine zusätzliche Manage Cookies-Schaltfläche. Hier bekommen Sie alle Cookies aufgelistet, die Sie während Ihrer anonymen Session angesammelt haben, und können diese von Hand löschen, um Ihre Spuren zu verwischen. Auch Anonymization unterstützt diese Funktion, allerdings nur, wenn Sie den Rewebber als Firefox-Erweiterung installieren.

Auch Anonymouse und Browseatwork können Sie für Mozillas Browser optimieren: Die jeweilige Erweiterung fügt dem Kontextmenü einen weiteren Eintrag hinzu. So müssen Sie nicht immer die Homepage des Anbieters aufrufen, sondern klicken einfach mit der rechten Maustaste auf einen Link und wählen den gewünschten Rewebber aus. Die Download-Links zu den drei Erweiterungen finden Sie im Bewertungskasten rechts. Natürlich sind die drei vorgestellten Dienste nicht die einzigen im Netz; die Option, sie als Toolbar oder per Kontextmenü zu bedienen, macht diese Rewebber jedoch ungemein nützlich.

Testergebnisse der Proxy-Dienste:

Anonymität bei Proxy-Diensten

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Proxy-Check bei JAP - Wie bei Tor verschleiert auch JAP die wichtigen Informationen.
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Wie bei Tor verschleiert auch JAP die wichtigen Informationen.

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Proxy-Check bei Browseatwork - Auch Browseatwork lässt bis auf die Browser-Kennung alles Persönliche verschwinden.
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Auch Browseatwork lässt bis auf die Browser-Kennung alles Persönliche verschwinden.

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Proxy-Check bei Anonymization - Ausgezeichnete Anonymität gibt es auch hier zu bestaunen.
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Ausgezeichnete Anonymität gibt es auch hier zu bestaunen.

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Proxy-Check bei Anonymouse - Vorbildliche Verschlüsselung: Hier weiß der Webserver gar nichts mehr
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Vorbildliche Verschlüsselung: Hier weiß der Webserver gar nichts mehr

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Proxy-Check bei Tor - Tor verschlüsselt IP, Referrer und DNS. Nur der Browser bleibt bekannt.
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Tor verschlüsselt IP, Referrer und DNS. Nur der Browser bleibt bekannt.


Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Proxydienste hier.

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