Wie unerkannt machen Tor, JAP, Rewebber und öffentliche Proxys wirklich?
Anonym im Netz: Kostenlose Proxy-Dienste im Vergleich
Moritz Zielenkewitz
| Anonym im Netz surfen |
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· Firefox anonym
· Unerkannt Surfen mit Tor |
Unerkannt bleiben - das ist der Wunsch vieler User im Internet. Denn oft wird fehlende Anonymität mit aufdringlicher Werbung und unnötiger Protokollierung bestraft, manchmal sogar zu kriminellen Zwecken missbraucht. Proxy-Server können Ihre Identität effektiv verschleiern - aber welche kostenlose Möglichkeit bietet den besten Schutz vor unliebsamen Beobachtern? Netzwelt hat die Proxy-Netzwerke Tor und JAP, Rewebber sowie öffentliche Proxys getestet. Wie gut diese im Vergleich miteinander abschneiden und worauf Sie beim Einsatz von Proxys achten sollten, erfahren Sie in diesem netzwelt-Artikel.
Inhalt
- Anonym im Netz: Weit verbreitete Fehleinschätzung
- Kleine Proxy-Kunde: Was, wie, wofür
- Proxy-Dienste vergleichen: Worauf zu achten ist
- Tor und JAP: Im Netzwerk zur Anonymität
- Rewebber: Link rein, unerkannt raus
- Öffentliche Proxys: Hilfsdienst oder Honigtopf?
- Fazit: Sieger ist vom User abhängig
- Der Feind trotz Proxy: JavaScript
Anonym im Netz: Weit verbreitete Fehleinschätzung
"Ich bin doch anonym, solange ich mich nirgendwo im Netz mit Namen anmelde - und außerdem habe ich ja eine Firewall." Viele unbedarfte Internet-Nutzer vertreten diese Philosophie und wundern sich erst im zweiten Moment, wieso Werbebanner andauernd mit den besuchten Seiten übereinstimmen und der Computer dem User Freunde, Frauen oder sonstige Bekanntschaften ausgerechnet in der eigenen Heimatstadt anpreist. Die Antwort ist einfach: Anonym ist man im Internet überhaupt nicht.
Denn bei jeder Website, die Sie aufrufen, erhält der dazugehörige Webserver Informationen über Sie, mit denen Sie im Zweifelsfall eindeutig identifizierbar sind. Denn Ihre IP-Adresse, sozusagen die Seriennummer Ihres Computers, ist einzigartig und wird bei jedem Seitenaufruf protokolliert. Aber damit nicht genug: Der Server erfährt auch noch, von welcher Seite Sie kommen, welchen Browser Sie benutzen und welche Plugins so installiert sind. Glauben Sie nicht? Probieren Sie es aus: In der Linkbox am Ende des Artikels finden Sie einen Anonymitäts-Check. Hier bekommen Sie alle Informationen angezeigt, die Sie jedes Mal ungefragt und unbemerkt mitversenden - obwohl Sie nur eine Website besuchen wollen.
Und wenn Sie das noch nicht skeptisch macht, sollten Sie einmal bei Visualroute vorbeischauen und die soeben heruasgefundene IP-Adresse eingeben. Auch diesen Link finden Sie in der Box am Ende des Artikels. Dieses Java Applet zeigt Ihnen nur anhand Ihrer IP-Adresse ziemlich genau an, wo auf der Welt Sie sich befinden - und das, ohne irgendwelche Software installieren zu müssen oder besondere PC-Kenntnisse zu beherrschen. Da liegt der Gedanke nicht fern, dass auch Menschen mit kriminellen Absichten sich diese Informationen zunutze machen können. Weitere Informationen zu Anonymität im Netz finden Sie in einem anderen netzwelt-Artikel.
Kleine Proxy-Kunde: Was, wie, wofür
Vor der Preisgabe dieser Informationen sollten Sie sich also schützen - schließlich laufen Sie ja auch nicht mit einem Plakat durch die Stadt, auf dem Ihre Adresse, Telefonnummer und Hobbys zu lesen sind. Möglich wird diese Anonymisierung, indem Sie Ihren Datenverkehr über Proxy-Server umleiten. Grundsätzlich schaltet sich dieser Proxy zwischen Ihren Browser und den jeweiligen Webserver, den Sie kontaktieren möchten. Die Anfrage wird über den Proxy an die eigentliche Adresse weitergeleitet - mit einem entscheidenden Vorteil: Der Empfänger erhält IP-Adresse und sonstige Details nicht mehr von Ihnen selbst, sondern vom Proxy. Und da dieser von vielen Usern verwendet wird, können Sie nicht mehr identifiziert werden.
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Verschiedene Proxy Listen bekommt man auch unter
http://www.public-proxy.net/
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