Maxdome im Test: Video on demand von ProSiebenSat.1 und United Internet

Bedienung: Kinderleicht

Das Abspielen der Streams im Browser-Fenster ist kinderleicht: Sämtliche wichtigen Funktionen wie Pause, Lautstärkeneinstellung, Sprungleiste oder Vollbild lassen sich wie bei vergleichbaren Playern bedienen. Per Mausklick können Nutzer zudem wie bei einer DVD zu bestimmten Kapiteln springen. Wahlweise lassen sich die Videos zudem auch direkt im Windows-Media-Player abspielen.

Wer die Videos statt auf dem PC-Monitor lieber auf dem größeren Fernsehschirm betrachten möchte, kann einfach den Computer per Video-Kabel mit dem TV verbinden. Alternativ verkauft Maxdome auch eine Set-Top-Box von Thomson für einmalig 99 Euro. Das Gerät hat allerdings neben dem Video-on-demand-Empfang keine nennenswerten Funktionen.

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Die Movie-Flat im 3DSL-Paket von 1und1

Zusätzlich zu der Set-Top-Box erhalten Besteller die so genannte Movie-Flat, in deren Genuss auch die Kunden des Internetproviders 1und1 kommen, die das 3DSL-Paket inklusive VoIP- und Internet-Flat buchen. Darin enthalten sind 100 Filme aus der B-Kategorie des Maxdome-Portfolio, die sich durchschnittliche Nutzer freiwillig wahrscheinlich eher selten herunterladen würden - mehr als ein Appetitmacher ist die Movie-Flat also nicht.

Fazit: Ausbaufähige Videotheken-Konkurrenz

Maxdome ist ein solider Video-on-demand-Dienst: Die Pay-Per-view-Preise liegen auf ähnlichem Niveau wie bei der Konkurrenz von T-Online oder Arcor. Mit einem Preis von vier Euro für eine Leihfrist von 24 Stunden entsprechen die Gebühren in etwa denen einer Videothek.

Für das gleiche Geld liefert Maxdome aber genau wie die Wettbewerber weniger als die DVD-Verleiher: Die Bildqualität erreicht nur bei Kunden mit schnellen DSL-Anschlüssen annähernd DVD-Niveau und es fehlen grundsätzlich Extras wie Making-ofs oder unterschiedliche Sprachspuren. Außerdem kann sich die Filmauswahl nicht annähernd mit der einer gut sortierten Videothek messen. Dass Kunden ihr Wohnzimmer nicht mehr verlassen müssen, um einen Film zu leihen, ist ohne Zweifel ein Vorteil der Video-on-demand-Dienste. Ob dieser Komfortgewinn die Defizite wettmacht, muss jeder Kunde selbst entscheiden: Durch Erwerb eines Pay-per-View-Films können Internetnutzer den Dienst ohne Risiko testen.

Ein großer Pluspunkt ist ohne Zweifel das umfangreiche Fernseharchiv, das die zu kleine Filmauswahl ergänzt. Die Möglichkeit neue Episoden bekannter Serien vorab sehen zu können, könnte für eingefleischte Fans einen Anreiz bilden. Leider fehlen im Maxdome-Archiv bislang Dokumentationen, die das auf Unterhaltung beschränkte Angebot abrunden.

Mit den Paketangeboten hebt sich Maxdome von der Konkurrenz ab: Wegen der Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr und den ungünstigen Kündigungsmodalitäten sollte der Abschluss eines Abonemments aber gut bedacht sein: Schließlich ist nur schwer abzusehen, wie viel neues Material Maxdome in diesem Zeitraum zu den Archiven hinzufügen wird.

Eine Übersicht über den gesamten Online-Film-Markt liefert ein aktueller Vergleichstest aller deutschen Video-on-demand-Dienste.

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