Maxdome im Test: Video on demand von ProSiebenSat.1 und United Internet

Abos: Vertragsklauseln nicht gerade kundenfreundlich

Leichtfertig sollten Interessenten keines der Pakete abonnieren, weil die Vertragsmodalitäten nicht sonderlich kundenfreundlich sind. Die Mindestvertragslaufzeit für die einzelnen Pakete beträgt nämlich zwölf Monate. Wer aussteigen will, muss zudem vier Wochen vor Vertragsende schriftlich kündigen - ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Zudem umfasst der Vertrag keinerlei Garantien darüber, wie viele neue Videos während der Laufzeit zu dem bestehenden Archiv dazu kommen.

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Bezahlen können Maxdome-Kunden nur per Lastschriftverfahren: Bei der Registrierung müssen daher Interessenten neben ihren Adressdaten auch eine Bankverbindung angeben. Von dem entsprechenden Konto werden dann die Pay-per-view-Gebühren und die Abo-Gebühren monatlich abgebucht.

Streaming statt Download

Egal ob Hollywood-Film, Comedy-Show oder Pornofilm - Maxdome überträgt alle Videos als Stream. Ein Download der Dateien wie etwa beim Video-on-demand-Dienst von Arcor ist nicht möglich. Das ist besonders für Kunden mit schmalen DSL-Bandbreiten nachteilig, da diese mit einer schlechteren Bildqualität leben müssen. Außerdem entstehen beim Streaming nervige Wartezeiten beim Vor- oder Zurückspringen in der Zeitleiste, weil der Datenstrom neu gepuffert werden muss. Der Vorteil des Streaming-Verfahren ist, dass die Videos ohne Wartezeit gestartet werden können.

Bei Maxdome stehen drei Qualitätsstufen zur Wahl: Wer noch über einen der inzwischen selten gewordenen DSL-1000-Anschlüsse mit dem Internet verbunden ist, empfängt die Daten mit einer Datenrate von 864 kBit/s (Kilobit pro Sekunde) und einer Auflösung von 448 x 336 Pixeln oder je nach Film im Breitbildformat 16:9 in 448 x 252 Pixeln. Für alle DSL-Nutzer mit einer Bandbreite von 2000 kBit/s liefert Maxdome die Videos mit 1527kBit/s in einer Auflösung von 624 x 468 Pixeln (4:3) beziehungsweise 648 x 384 Pixeln (16:9).

Wer einen schnelleren Anschluss ab DSL-3000 aufwärts sein Eigen nennt, kann sich die Filme und Serien in einer Auflösung von 688 x 512 Pixeln oder im Kino-Format in 688 x 384 Pixeln anschauen. Auch in der höchsten Qualitätsstufe, deren Datendurchsatz bei 2292 kBit/s liegt, erreicht das Bild damit nicht die bei Fernsehern gängige PAL-Auflösung, die bei 768 × 576 liegt. Im Gegensatz zu den anderen Qualitätsstufen bietet die Variante DSL-2000+ immerhin Surround- statt Stereo-Sound; dabei handelt es sich allerdings nicht um Rundum-Ton in den gängigen Standards Dolby Digital oder DTS, sondern nur um mit dem WMA-Pro-Codec kodierten 5.1-Sound. Hochauflösende Videos wird es bei Maxdome nach Auskunft des Unternehmens frühestens im kommenden Jahr geben - einen konkreten Termin nannte Unternehmens-Sprecher Christian Senft nicht.

Codec und DRM: Maxdome setzt auf Microsoft

Sämtliche Videostreams sind im WMA-Video-Codec 9 codiert. Weil auch das Digital Rights Management von Microsoft zum Einsatz kommt, brauchen Maxdome-Kunden sowohl den Internet-Explorer als auch den Windows-Media-Player, um die Videos abspielen zu können. Wie bei der Maxdome-Konkurrenz schauen Mac- und Linux-Nutzer in die Röhre.

Im Praxistest offenbarte der Dienst keine nennenswerten Schwächen. Das Archiv ist übersichtlich sortiert, bestimmte Filme lassen sich über die Suchfunktion schnell finden. Mit der Expertensuche können Filme sogar anhand der Darsteller gefunden werden, sofern diese in der Kurzbeschreibung des Filmes gelistet sind. Tippfehler verzeiht die Suchfunktion allerdings nicht.

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