Schlagkräftige Konkurrenz für T-Online und Arcor
Maxdome im Test: Video on demand von ProSiebenSat.1 und United Internet
Gemeinsam mit dem Internetprovider United Internet hat ProSiebenSat.1 einen neuen Video-on-Demand-Dienst namens Maxdome ins Leben gerufen. Neben den TV-Produktionen der Senderfamilie finden Internetnutzer im Archiv auch viele mehr oder weniger aktuelle Hollywood-Produktionen. Netzwelt hat den Dienst unter die Lupe genommen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Video on Demand soll Abhängigkeit von Werbeeinnahmen reduzieren
- 2Maxdome-Archiv: Auswahl an Top-Titeln enttäuscht
- 3Pakete: Video on Demand im Abonnement
- 4"Lost" und "Desperate Housewives": Neue Folgen vorab als Preview
- 5Pornos bei Maxdome: Soft- und Hardcore-Streifen im Erotik-Abo
- 6Komplettpaket für Premiumkunden: 19,90 Euro im Monat
- 7Abos: Vertragsklauseln nicht gerade kundenfreundlich
- 8Streaming statt Download
- 9Codec und DRM: Maxdome setzt auf Microsoft
- 10Bedienung: Kinderleicht
Auch in der Geschäftwelt halten die Beziehungen nicht mehr ewig: Knapp ein Jahr nachdem ProSieben.Sat1 und T-Online eine Video-on-Demand-Kooperation gestartet hatten, war die Zusammenarbeit auch schon wieder vorbei. Stattdessen hat das TV-Unternehmen Ende Juli zusammen mit United Internet ein eigenes Portal namens Maxdome eröffnet. Im Gegensatz zu dem Dienst von T-Online können hier alle Internetnutzer Videos kaufen.
Video on Demand soll Abhängigkeit von Werbeeinnahmen reduzieren
Während RTL kürzlich den Einstieg ins Bezahl-Fernsehen ankündigte, setzt ProSiebenSat.1 also auf Video-on-Demand als neue Einnahmequelle, die die Abhängigkeit des TV-Unternehmens von Werbeeinnahmen reduzieren soll. Schließlich lässt sich durch den Internetvertrieb von Serien und Fernsehilmen mit den teilweise teuer produzierten TV-Highlights und sogar mit Quoten-Flops auch nach der Ausstrahlung noch Geld verdienen.
Eine Bibliothek mit Hollywood-Filmen soll das Angebot abrunden: Verträge mit Sony Pictures Television International (demnächst "Der Da Vinci Code", "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen"), Warner Bros. International Television (z. B. "Harry Potter und der Feuerkelch" oder "Matrix") und Paramount Pictures Global (z.B. "Mission Impossible") sichern Maxdome einen Nachschub an amerikanischen Produktionen. Neue Filme der Studios sollen "zeitnah" nach der DVD-Veröffentlichung als Video on demand bei Maxdome zur verfügung stehen.
Maxdome-Archiv: Auswahl an Top-Titeln enttäuscht
Des Weiteren wurden Kooperationen mit Constantin Film Verleih (z.B. "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1") und Kinowelt (z.B. "Saw 2") geschlossen. Außerdem verfügt die ProSiebenSat.1-Gruppe über die Video-on-Demand-Rechte der KirchMedia Library (z.B. "Rush Hour", "Blade"). Trotz der Verträge ist die Auswahl an aktuellen Top-Titel derzeit noch sehr überschaubar - in den Regalen jeder anständigen Videothek stehen viel mehr Filme.
Spielfilme und TV-Produktionen zusammengenommen hat Maxdome nach Angaben des Unternehmens derzeit mehr als "1.000 Stunden bestes Entertainment" im Archiv. Internetnutzer können sich sämtliche Videos als Pay-per-View ansehen: Die Preise reichen von 99 Cent für eine Serien-Episode bis zu 3,99 Euro für Hollywood-Blockbuster und sind somit mit denen von T-Online und Arcor vergleichbar. Genau wie bei den Konkurrenten können sich die Kunden bei Maxdome die Filme für diese Gebühr 24 Stunden lang beliebig oft anschauen.
Pakete: Video on Demand im Abonnement
Um sich von den Wettbewerbern abzuheben, hat Maxdome Abo-Pakete geschnürt. Für einen monatlichen Festbetrag können die Maxdome-Kunden einen Teil des Angebotes unbeschränkt nutzen. Für 4,99 Euro im Monat gibt es zum Beispiel das Comedy-Paket: Im Archiv sind so ziemlich alle Eigenproduktionen, über die die Zuschauer jemals bei Sat.1 oder ProSieben lachen konnten oder sollten: Hier finden sich zum Beispiel Folgen von den erfolgreichen Comedy-Serien "Stromberg", "Die dreisten Drei" oder "Genial Daneben". Ansehen können sich Kunden jedoch auch Serien älteren Produktiondatums wie "Switch", "Kalkofes Mattscheibe" oder alte Episoden der "Harald Schmidt Show" aus der Zeit, als der Entertainer noch für Sat.1 im Late-Night-Sessel saß. Derzeit hat Maxdome rund 400 Stunden Comedy in der Video-on-Demand-Bibliothek.
Maxdome
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Bild vergrößern Neben erfolgreichen Serien finden sich im Archiv allerdings auch Quoten-Misserfolge wie die Serie Frech wie Janine, die frühzeitig abgesetzt wurde. - Bild 2 von 10
Bild vergrößern 4,99 Euro verlangt Maxdome zum Beispiel für das Comedy-Paket. Neben aktuellen Serien können Abonnenten auch ältere Produktionen wie die Harald Schmidt Show anschauen. - Bild 3 von 10
Bild vergrößern Lustmolche und solche, die es werden wollen, werden im Nighclub fündig. 12,99 Euro kostet ein Erotikabo. - Bild 4 von 10
Bild vergrößern Maxdome ist der neue Video-on-demand Dienst von ProSiebenSat.1 und United Internet. Die Homepage unterscheidet sich optisch und inhaltlich kaum von der Konkurrenz. - Bild 5 von 10
Bild vergrößern Erfreulich: Mithilfe der Suchfunktion lässt sich das Archiv auch auf Filme mit bestimmten Darstellern durchsuchen. - Bild 6 von 10
Bild vergrößern 9,99 Euro kostet das Serien-Abo. Als kleines Schmankerl können Maxdome-Kunden ab 20 Uhr die jeweils nächste Folge von Verliebt in Berlin vorab sehen - künftig soll es solche Previews auch für andere Serien geben. - Bild 7 von 10
Bild vergrößern Neben den Blockbustern können Kunden auch Pakete abonnieren: Für einen monatlichen Festpreis können Internetnutzer so unbegrenzt auf bestimmte Teile des Archives zugreifen. - Bild 8 von 10
Bild vergrößern Doch auch unter den Blockbustern finden sich wenige echte Highlights wie ein Blick auf die Donwload-Top-Ten beweist. Die topplatzerten Filme Kiss Kiss Bang Bang und Alexander waren im Kino nur mäßig erfolgreich. - Bild 9 von 10
Bild vergrößern Das Movie-Abo umfasst leider nur die B-Movies im Archiv. Zusätzlich erhalten Abonennten lediglich jeden Monat Gutscheine für drei festgelegte Filme aus dem A-Topf. - Bild 10 von 10
Bild vergrößern Im Archiv des Dienstes finden sich eine Reihe von Hollywood-Blockbustern wie zum Beispiel Sixth Sense. Der Player im Browser-Fenster lässt sich intuitiv bedienen. Alternativ kann man sich die Filme natürlich auch im Vollbildmodus anzeigen lassen.


Video on Demand ist im Kommen: Statt DVDs in der Videothek auszuleihen oder zu kaufen, können Nutzer bei vielen Anbietern die Inhalte bequem online abrufen. Für einen leichteren Einstieg in die Online-Filmwelt beantwortet netzwelt die häufigsten Fragen.
Nicht nur Freunde von Serien, Spielfilmen, Fußball oder Comedy-Shows, sondern auch Musikliebhaber kommen ab sofort bei der Video-Plattform maxdome auf ihre Kosten. Seit wenigen Tagen stehen auch zahlreiche Konzertmitschnitte unterschiedlichster Genres zum Abruf bereit. Allerdings bleiben die existierenden Einschränkungen bei der Nutzung von maxdome weiterhin bestehen.
Die Online-Videothek Maxdome erweitert ihr Angebot um Film-Downloads. Als Alternative zum bisher auf der Seite üblichen Streaming-Verfahren können Kunden das Filmangebot künftig auch offline nutzen. Möglich macht das ein Zusatzprogramm, mit dem die Filme heruntergeladen und innerhalb von 30 Tagen 24 Stunden lang angeschaut werden können.
Der Video-on-Demand Dienst "Maxdome" der Prosiebensat1-Gruppe bietet eine neue Abspielsoftware an. Damit steht nun Firefox- und Safari-Nutzern der Zugang zum Filmangebot der Seite offen, auch Mac-Anwender profitieren von der neuen Software. Bislang stand die umfangreiche Online-Videothek nur Rechnern mit Windows-System und Internet Explorer offen.
Mit Maxdome hat die ProSieben-Sat1-Gruppe einen eigenen Video on Demand-Anbieter am Start. Über 25.000 Filme, Serien und Dokumentationen können bei Maxdome online abgerufen werden.
Per Video on Demand können im Internet tausende Filme, Serien und Dokus abgerufen werde - legal und gegen Bezahlung. Netzwelt gibt einen Überblick über Anbieter in Deutschland.




