Preiswert: Einsteigerkamera Nikon Coolpix L4 im Test
Technik
Die L4 braucht sich ob ihrer technischen Eigenschaften weder vor ihren Mitstreitern im eigenen Hause noch vor der Konkurrenz der anderen Hersteller zu verstecken. Der Kunde bekommt für sein Geld einiges geboten, auch wenn die Coolpix L4 sicherlich kein Megapixelbolide ist. Die L2 (sechs Megapixel) sowie die L3 (5,1 Megapixel) bieten im Gegensatz zur L4 (vier Megapixel) unter anderem eine höhere Auflösung, welche sich aber auch im Preis deutlich bemerkbar macht.
Der sich ausfahrende Dreifach-Zoom (38 bis 114 Millimeter Brennweite, auf Kleinbild umgerechnet) bietet dafür mit Blende 2,8 im Weitwinkel und Blende 4,9 im Telebereich eine lichtstärkere Optik als seine "großen" Geschwister. Die Naheinstellgrenze im Makromodus liegt bei vier Zentimetern. Die Blitzreichweite beträgt im Weitwinkel drei Meter. Auch das 2,0 Zoll-LCD mit einer Auflösung von 115.000 Bildpunkten lässt seine Konkurrenten in der Life-Serie L2 und L3 (nur 86.000 Pixel) alt aussehen.
Nikon Coolpix L4 - Frontansicht mit ausgefahrenem Objektiv
Auch die Nikon-typischen Ausstattungsmerkmale wurden in der L4 berücksichtigt. Der Porträt-Autofokus, die Rote-Augen-Korrektur und das D-Lighting (rettet zu dunkel geratene Elemente in einer Aufnahme) sind kamerainterne Technologien, die in dieser Preiskategorie wohl selten anzutreffen sind. Darüber hinaus findet der Fotograf in über 20 Motivprogrammen einen geeigneten Helferdienst für gelungene Bilder bei nahezu jeder Aufnahmesituation. Da könnte man fast darüber hinweg sehen, dass mit der L4 nur Stummfilmaufnahmen möglich sind. Ein Mikrofon wurde, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit in das Kameragehäuse integriert.
Gespeichert werden die Movies (15 Bilder pro Sekunde) und Bilder entweder auf dem internen Speicher von zehn Megabyte oder auf SD-Karten. Ein entsprechender Slot befindet sich auf der rechten Außenseite der Kamera. Wie schon angesprochen, verfügt die komplette Life-Serie über eine konventionelle Stromversorgung. Zwei handelsübliche AA-Mignonzellen sollten für ungefähr 200 Schnappschüsse ausreichen. Die Übertragung der Fotos findet über eine USB 2.0-Verbindung statt. Das entsprechende USB-Kabel sowie ein Videokabel für den Anschluss an ein TV-Gerät befinden sich im Lieferumfang.
Nikon Coolpix L4
Die Blitzeinstellungen können über eine Schnelltaste vorgenommen werden.
Die L4 wirkt mit den Minimaßen von 86 mm x 61 mm x 34 mm geradezu zierlich.
Die Rückseite mit dem 2,0 Zoll Display hätte schöner gestaltet werden können.
Eine manuelle Einstellmöglichkeit für die ISO-Werte ist leider nicht möglich.
Die Dreifach-Zoomoptik ist innerhalb von zwei Sekunden vollständig ausgefahren.

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