Solo für Satellite: 800-Euro-Notebook von Toshiba im Test
Bedingt spieletauglich
Für viel mehr als eine ruckelfreie Runde "Quake III" reicht die Leistung der integrierten Intel-Grafik nicht aus. Dafür bewältigt das Satellite A110-203 vornehmlich auf 2D basierende Strategie-Spiele oder Adventure-Games problemlos. Leider wirkt das Bild dabei ohne weitere Software- oder Treiber-Eingriffe recht dunkel, was sich auch bei der Wiedergabe von Videos verzeichnen lässt. Letztere sind trotz der nicht gerade euphorischen Farbenfreude sehenswert. Nicht zuletzt deshalb, weil Bildfehler bei stark komprimierten Formaten weniger ins Gewicht fallen.
Als Klangwunder lassen sich die blechernen Stereo-Lautsprecher beileibe nicht bezeichnen. Ohne zugeschaltete "Virtual Sound"-Effekte fehlt es ihnen nicht bloß an Substanz, sondern auch an Lautstärke. Nach dessen Aktivierung entwickelt sich tatsächlich eine raumfüllendere Akustik, die allerdings auch mit verstärktem Scheppern, Krachen und Rauschen einhergeht. Dennoch lässt sich dem Ton eine gewisse Klarheit nicht absprechen, bei Mittelklasse-Notebooks wehte uns schon Schlimmeres um die Ohren.
Genügsam und leise
Zu den Stärken des Satellite A110-203 gehört seine Geräuschentwicklung. Im Normalbetrieb ist der Lüfter meist abgeschaltet oder kaum hörbar und dreht selbst bei voller Belastung nur leise seine Runden. Dennoch wird die Unterseite des Notebooks allenfalls lauwarm. Mindestens ebenso vorbildlich wie der niedrige Lärmpegel ist die Genügsamkeit des Notebooks, das im Leerlauf gerade einmal 19 Watt aus der Steckdose zieht - bei maximaler Helligkeit wohlbemerkt. Mit unter 50 Watt hält sich auch der maximale Energiebedarf in Grenzen.
Stimmige Preisgestaltung
Wäre das Satellite A110-203 so teuer wie Toshiba unverbindlich angibt, würde dies definitiv zur Abwertung führen. Doch der minimale Straßenpreis von gerade einmal 800 Euro macht das Mittelklasse-Notebook zu einem bezahlbaren Schnäppchen: Es ist ausgesprochen leise, das Display spiegelt nicht und Leistung wie Ausstattung harmonieren mit den geringen Anschaffungskosten. Abstriche müssen allerdings bei Display und Spiele-Leistung gemacht werden, außerdem bleibt die Laufzeit weit unter drei Stunden.

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