Solo für Satellite: 800-Euro-Notebook von Toshiba im Test

Spiegelungen Fehlanzeige

Für unseren Geschmack erscheint das längliche Touchpad etwas klein geraten. Seine Oberfläche gehört zur präziseren Sorte, gibt sich bisweilen aber etwas hakelig. Da die beiden "Maus-Tasten" in einer leichten Vertiefung stecken, sind sie nicht so gut erreichbar wie bei manch anderem Notebook. Daran ändern auch die erhöhten Mittelstege eher wenig. Immerhin stimmt die Rückmeldung und das unaufdringliche Klicken.

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Anscheinend muss man sich mittlerweile erst ein Billig-Notebook zulegen, um ein unverspiegeltes Display zu bekommen. Nun wirkt das Satellite A110 keineswegs wie Wegwerf-Ware aus dem Discounter, doch trotz seines günstigen Preises hat es vielen teureren Modellen eine fast schon ungewohnte Reflexions-Freiheit voraus. So bleibt das Angezeigte selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch gut lesbar. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es allerdings zu einem stumpfen Glanz auf der Bildfläche kommen, der das Lesen aber weniger stark erschwert als ein so genannter "Schminkspiegel".

Darüber hinaus fällt zuerst die gute Helligkeit und Schriftschärfe ins Auge. Bei der Kolorierung lässt das Display jedoch deutlich mehr Spielraum für visuelle Verbesserungen: Sie wirkt zwar zumindest einigermaßen farbecht, aber leider etwas ungleichmäßig und verwaschen. Am unteren Rand hat der Bildschirm mit Ausleuchtungsproblemen zu kämpfen, erschwerend kommt eine sichtbar angegraute Weißdarstellung hinzu.

Die gute Schwarzdarstellung steht und fällt mit dem jeweiligen Sichtwinkel, was uns zum nächsten Kritikpunkt bringt. Schon bei geringen Veränderungen des Blickwinkels verschlechtert sich die Bildqualität. Das betrifft besonders die Einsicht von oben oder unten, von der Seite reicht es gerade noch für zwei Zuschauer nebeneinander. Wer in erster Linie allein am Notebook arbeitet, dürfte allerdings damit leben können.

Core Solo vs. Pentium M

Im Folgenden vergleichen wir die System-Leistung des Satellite A110-203 mit der des Qosmio F20, ebenfalls aus dem Hause Toshiba. Zwar besitzen beide einen 1,86 Gigahertz schnellen Prozessor mit zwei Megabyte Level-2-Cache und einem Frontside Bus von 533 Megahertz, doch unter anderem ist das Herzstück des Satellite A110-203 statt in 90-Nanometer- in kleineren 65-Nanometer-Strukturen gefertigt. Hier zeigt sich, dass der Core Solo in puncto Fließkomma-Leistung besser abschneidet, dafür beim Rechnen mit Ganzzahlen ins Hintertreffen gerät. Für Alltagsbetrieb, gelegentliche Multimedia-Bearbeitung sowie zum Abspielen von Videos sind die Reserven mehr als ausreichend.

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