Der System-Umstieg im Detail
Mit Linux zum Traum-Router, Teil 2: Firmware-Wechsel
Heimische Standard-Router lassen sich mit ein paar Kniffen in echte Profi-Werkzeuge verwandeln. Linux-Alternativen zur Standard-Firmware machen es möglich, auf der 60-Euro-Kiste einen Webserver zu installieren, VPN einzurichten und den eigenen Router für Gaming zu optimieren. Wir erklären anhand des Linksys WRT54GL, wie der Umstieg zum Traum-Router im Detail funktioniert.
Inhaltsverzeichnis
- 1Nie per Wifi updaten
- 2Die Installation Schritt für Schritt
- 3Weil's so schön war gleich noch mal
- 4In der nächsten Folge erklären wir, was der Router alles mit der neuen Firmware anstellen kann.
Wer seinen Router mit Linux verwöhnen will, muss sich erst einmal für eine der zahlreichen Firmware-Distributionen entscheiden. Wir haben uns für das netzwelt-Projekt für DD-WRT entschieden - eine Firmware-Distribution, die viele Features bietet und trotzdem auch für Einsteiger recht einfach zu installieren und zu bedienen ist.
Nie per Wifi updaten
Gleich vorab ein paar warnende Worte: Die Installation einer Open Source-Firmware auf einem Router wie dem WRT54GL ist nicht besonders schwierig oder riskant. In Einzelfällen kann es beim Upload der Firmware jedoch zu Problemen kommen, die den Router zumindest zeitweilig unbenutzbar machen. Auf der Webseite der DD-WRT-Firmware gibt es Anleitungen dazu, wie man solche Problemfälle wiederbelebt.
Garantie für das Funktionieren dieser Tricks kann allerdings niemand geben - weder die DD-WRT-Entwickler noch netzwelt, und schon gar nicht Linksys. Wer eine unautorisierte Firmware auf seinem Router installiert, verwirkt damit seine Garantieansprüche und ist im Fall eines Umtauschs darauf angewiesen, dass der Hersteller mal ein Auge zudrückt.
Die Wahrscheinlichkeit solcher Pannen lässt sich minimieren, indem man beim Übertragen der Firmware möglichst viele Störfaktoren ausschließt. Dazu gehört, dass jegliche Firmware immer nur über eine Ethernet-Kabelverbindung übertragen werden sollte. Wer dazu ein Notebook oder einen PC mit Wifi-Adapter nutzt, deaktiviert diesen am besten, damit die Daten nicht aus Versehen doch durch die Luft wandern. Dazu empfiehlt es sich, während des Uploads auch alle anderen Wifi-Geräte abzuschalten und die Verbindung zum DSL-Modem zu kappen. Vor dem Start sollte man zudem noch einmal die Zugangsdaten des eigenen Internet-Anbieters überprüfen und gegebenenfalls notieren.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Firmware hier.

Das hängt vom Modem ab... der Router wird an das Modem angeschlossen und hat kein Modem integriert... Steht im Handbuch bei Linksys auf der Seite:...
unterstützt der router auch adsl2?