Test: Prey

Keine Zeit für Friedenspfeifen

Nach der Entdeckung seiner spirituellen Kräfte ist Tommy obendrein in der Lage, seinen Körper zu verlassen. Im so genannten Spirit-Walk werden nicht nur Barrieren überwunden oder alternative Wege aufgezeigt, auch das Überrumpeln von Feinden mit Pfeil und Bogen beherrscht Tommys Geistergestalt. Für die Bedienung schwer zugänglicher Konsolen, wie sie "Prey" reichlich enthält, fährt der Krieger ebenfalls aus der roten Haut.

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Wer den Gruselshooter "Undying" kennt, erinnert sich noch an den tibetanischen Kriegshammer. Diese lebende Waffe würde gut auch in Tommys Waffenarsenal passen. Alles, was dem Indianer bei der Jagd auf schleimige Aliens in die Hände fällt, ist organischen Ursprungs. Die explosive Krabbengranate knabbert zur Begrüßung die Finger des Indianers an.

Es sind Szenen wie diese, die dem streckenweise argen Gemetzel - auch Kindern geht es an den Kragen - ironische Untertöne verleihen. Spieler mit schroffem Humor dürften zudem lustig finden, wenn ein Ungeheuer um die Ecke stürmt und dabei in einer Blutpfütze "baden" geht oder wenn dem Indianer bei einer Raumdrehung der Maisfladen hochkommt. Obwohl die düstere Umgebung einige Schockmomente bereithält, hatten die Entwickler nicht das Ziel, ihren Kunden permanent Angstschauer über den Rücken zu jagen.

Deutlich wird dies auch anhand spaßiger Sprüche, die der Spielcharakter von sich gibt. Das Belauschen irdischer Radiosendungen informiert über die Entwicklung der außerirdischen Invasion. Für Musik, mehrheitlich Rock der Siebziger und Achtziger, sorgen "erbeutete" Jukeboxes. Für den eigentlichen Soundtrack zeichnet Jermey Soule (u. a. Oblivion, Guild Wars, Dungeon Siege II) verantwortlich. Der Industrieveteran hat abermals eine überzeugende Leistung erbracht.

Test: Prey
Bogenschießen statt Wartezeit. Der Death-Walk bewahrt Tommy vor den ewigen Jagdgründen und den Spieler vor lästigen Ladeunterbrechungen

Kein gewöhnlicher Shooter

Bedingt durch die Weltraumthematik und die technische Verwandtschaft erinnert "Prey" zwangsläufig an "Doom 3" oder "Quake 4". Doch neben unmaßgeblichen Details (Feuerzeug statt Taschenlampe, Wurmkanone statt Energiewaffe) existieren weitreichende Unterschiede. Das stakkatohafte Drücken der Schnellspeichertaste kann man sich sparen, sobald Tommy den so genannten Death-Walk beherrscht und durch eine Art Nahtoderfahrung jenseitig Lebensenergie auffrischt. Auch die Umkehrung der Schwerkraft, das Huschen über Wände, der Gebrauch von Flug-Shuttles und die eingestreuten Rätseleinlagen unterscheiden "Prey" von konventionellen Ballerspielen. Der langen Rede kurzer Sinn: Jeder schwindelfreie Genrefan sollte den Indianer einmal in Aktion gesehen haben.

Einschließlich einer jahrelangen Entwicklungspause musste von der Konzeption durch 3D Realms bis zur Veröffentlichung eine Dekade vergehen. Gemessen an dieser Zeit fällt die Spieldauer überschaubar aus. Mehr als acht Stunden dürften Dauerzocker nicht beschäftigt sein. Einen Mehrwert stellt der ebenfalls mit Gravitationsgags ausgestatte Netzwerkmodus dar, von PR-Strategen "Multiprey" genannt.

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Steckbrief
Sound 10 von 10 % 87 %
Grafik 15 von 15%
Spielspaß 15 von 15%
Multiplayer 8 von 10%
Bedienung 9 von 10%
Preis/Leistung 13 von 15%
Hardwareanforderung 11 von 15%
Langzeitspielspaß 6 von 10%

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 5 Beiträge

muhhaa dnforever isst zumindest jetzt immernoch angekündigt

Ich denke auch, das es eines der innovativsten Spiele überhaupt ist, aber diese Innovationen nutzen sich zum Teil zu schnell ab, zum Beispiel die Grav-Pads, mit denen man die Schwerkraft umdrehen kann. Diese werden...

Meine Meihnung eines der Besten Spiele mit ideen wie sie noch nie da waren. Das spiel ist das Beste weil es nicht ein ich bekomm ne waffe und muss dann immer rummlaufen und alle erschiessen. Es sind...

Das kommt also dabei heraus, wenn Spieleentwickler auf Peyote sind.

Prey ist nach jahrelanger Entwicklung also wirklich noch fertig geworden. Da bei 3D Realms also anscheinend tatsächlich gearbeitet wird, besteht ja doch noch Hoffnung, dass das Unternehmen die Zockergemeinde in...

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