Aus grauen Panthern werden Silver-Surfer

Verkehrte Netzwelt: Senioren ins Netz!

Liebe Enkelkinder: An Geburtstagen immer schön die Hand aufgehalten? Hier einen Zehner, dort einen Hunni eingesteckt? Den von Oma selbstgebackenen Apfelkuchen gierig verschlungen? Es ist Zeit, ein wenig von dem, was ihr von euren Großeltern über Jahre hinweg erhalten habt, an sie zurückzugeben. Keine Angst - das tut niemandem weh und wenn's gut läuft, habt ihr einen oder gleich mehrere Menschen richtig glücklich gemacht.

Der Generation 50+ geht es nicht um bloßes "Mitreden können". Niemand, der noch nicht selbst Maus und Tastatur in die Hand genommen hat und selbständig durch die Weiten des Netzes gesurft ist, kann nachvollziehen, welche schier unbegrenzten Möglichkeiten das für viele immer noch neue Medium bereithält.

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Wieso hat das "a" einen Kringel?

Für Kinder sind es interaktive Abenteuer- und Lernspiele. Jugendliche und junge Erwachsene leben heutzutage fast permanent online, chatten und saugen, was die Leitung hergibt. Erwachsene nutzen es für ihre Bankangelegenheiten und für den Gebrauchtwagenkauf.

Senioren hingegen sehen im Fernsehen häufig eine E-Mail-Adresse eingeblendet und fragen sich, was zur Hölle nur aus dem guten "a" geworden ist.

Hinzu kommt die allgemeine Panikmache in einschlägigen Fernseh-Sendungen. Von Abzockern und Betrügern ist da die Rede, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Glaubt man RTL 2 und anderen Sendeanstalten, dann tummeln sich im gesamten Netz bloß Pädophile und Halsabschneider. Kein Wunder, dass ältere Menschen verunsichert sind, sich gar nicht erst mit dem Internet auseinandersetzen möchten.

Erklären, zeigen, zuhören

Behördengänge von zu Hause aus erledigen, mit Bekannten in Kontakt bleiben, die schönsten Urlaubsfotos austauschen, an Diskussionen teilnehmen - das Internet ist nicht bloß ein Medium für Senioren. Es ist DAS Medium schlechthin. Nur irgendjemand muss älteren Menschen diese Vorteile nahe bringen, ihnen die Scheu von der Technik nehmen und auf die de facto vorhandenen Gefahren eingehen.

Also - statt mit dem Rechner unterm Arm zur nächsten Lan-Party zu dackeln, einfach mal links abbiegen und den Großeltern einen Besuch abstatten. Viele Enkelkinder dürften auch neben ihrem Haupt-Rechner noch den für die neusten Spiele untauglichen Zweitrechner im Keller stehen haben. Für das Surfen im Internet ist dieser allemal noch tauglich. Diesen mitnehmen, klingeln, erklären, zeigen, zuhören. Auf das aus den grauen Panthern echte Silver-Surfer werden. Und vielleicht springt ja auch der ein oder andere Apfelkuchen dabei raus.

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Beiträgeinsgesamt 7 Beiträge

Immer für die Kinder da gewesen, ihnen alles gegeben. Die Enkelkinder unterstützt, aufgenommen, Schularbeiten gemacht,sich gekümmert, den Rücken frei gehalten. Dann selbst hilfebedürftig geworden. - Ab ins...

Zitat: Habe mich übrigens nicht angegriffen gefühlt, nur mal am Rande erwähnt... Grüße aus der Redaktion Hi Michael,

Hi King, nimm das mit dem Apfelkuchen mal als Metapher - klar lockt man damit die "heutige Jugend" nicht mehr vom Ofen hervor ;-) Das Hauptproblem und damit gleichzeitiger Hauptansporn für diesen...

Zitat: Verstehe ich nicht - glaubst du, ich hätte eine Antipathie gegen Senioren?? Ich hätte wohl kaum diesen Artikel geschrieben, wenn mir das Thema nicht am Herzen liegen...

Wenn ein älterer mensch noch nie mit dem computer was gemacht hat, stimmt das schon. Ich glaube auch nicht, dass der verfasser den artikel geschrieben hat um die alten leute zu ärgern. Das mit king...

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