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04.08.2006
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Luxus fürs Wohnzimmer

Lüfterloser Edel-PC: Hush E5 im Test

Sascha Hottes

Unheimliche Stille



Geradezu unheimlich oder zumindest gewöhnungsbedürftig ist, wie sehr man den Hush E5 nicht hört. Vibrationen von DVD-Laufwerk, Festplatte und somit dem ganzen Gehäuse tendieren gegen Null. Was übrigt bleibt, beseitigen die Schockabsorber an den massiven Alu-Standfüßen. Um bei normaler Umgebungslautstärke überhaupt noch Geräusche wahrnehmen zu können, müssen wird die Distanz zwischen Rechner und Ohrmuschel schon stark verkürzen.

Doch nebem dem leichten Rauschen und Zugriffs-Knattern der Festplatte bleibt dann lediglich das leise, hochfrequente Pfeifen eines Spannungswandlers übrig, der seinen Dienst entweder im Netzteil, auf dem Mainboard oder auf der Grafikkarte verrichtet. Selbst der Rundum-Lautlos-PC von netzwelt arbeitet wegen seiner zwei Festplatten, der Wasserpumpe sowie des weniger gut entkoppelten DVD-Brenners ein wenig lauter. So unterschiedlich die beiden unterschiedlichen Konzepte einer lüfterlosen Wasser- und Luftkühlung auch sein mögen, sie gehören zum leisesten, was derzeit für Geld zu haben ist. Nachteil: die hohen Anschaffungskosten von jeweils weit über 3.000 Euro.

Hush E5 im Test: Lüfterloser Edel-PC

  • Hush E5 im Test
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Wohnzimmer-taugliche Handhabung

Grundsätzlich gibt es an der Bedienbarkeit des Hush E5 nichts auszusetzen. Windows Media Center sei dank kommen selbst Laien problemlos mit der Verwaltung ihrer Videos, Bilder, Musik-Dateien und Fernsehprogramme zurecht. Gegen einen Aufpreis von knapp über 90 Euro lässt sich dies auch unverkabelt mit dem praktischen Microsoft Remote Keyboard genießen. Die Alternative zur mitgelieferten Fernbedienung funktioniert jedoch nur bei direkter Luftverbindung zum Empfänger in der Frontblende. Das zumindest optisch perfekte Gegenstück zum schwarz gebürsteten E5 bildet die Aurora-Tastatur von Enermax, nur leider sind ihre multimedialen Fähigkeiten sehr begrenzt.

Mit dem gut vorkonfigurierten System ist es eine Sache von wenigen Minuten und Mausklicks, bis die ersten digitalen Fernsehbilder über den Schirm flimmern. Weiterhin bringt die verbaute WinTV-Karte HVR-1300 von Hauppauge noch Empfänger für gewöhnliches Analog-Fernsehen und FM-Radio mit. Durch ihren integrierten MPEG-2-Encoder entlastet sie nicht bloß den Prozessor beim Abspielen und Aufnehmen von TV-Sendungen sowie beim zeitversetzten Fernsehen. Darüber hinaus können sogar zwei Sendungen gleichzeitig angesehen und/oder aufgenommen werden.

Beim Transport ist Vorsicht angesagt, denn die unfreiwillige Bekanntschaft mit den scharfkantigen Zacken kann ganz schön schmerzhaft sein. Nach längerem Betrieb strahlt das Gehäuse viel Wärme ab und das Mainboard wird sehr heiß, doch Stabilitätsprobleme scheinen dem E5 völlig fremd zu sein. Trotz seiner großflächigen Passivkühler bringt er mit seinen 15 Kilogramm nicht mehr auf die Waage als ein gut ausgestatteter Big-Tower-PC mit herkömmlicher Luftkühlung. Für LAN-Parties wäre er also durchaus tragbar und noch dazu ein garantierter Blickfang. Aber, um ehrlich zu sein - auch etwas zu schade.


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