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Kolumne: Spielverderber Sonne
Heiße Abenteuer wider Willen

von Michael Dees Uhr veröffentlicht

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Sommer 2006. Deutschland gleicht einem Backofen. Bei Temperaturen an die 40 Grad gerät so mancher Zock heißer, als es den Herstellern von Computerspielen lieb sein kann. Heiße Action braucht da sowieso keiner mehr. Mögen die Monster und Schurken doch bitte warten, bis mit schattigeren Tagen die neue Jagdsaison beginnt.

Sommer 2006. Deutschland gleicht einem Backofen. Bei Temperaturen an die 40 Grad gerät so mancher Zock heißer, als es den Herstellern von Computerspielen lieb sein kann. Heiße Action braucht da sowieso keiner mehr. Mögen die Monster und Schurken doch bitte warten, bis mit schattigeren Tagen die neue Jagdsaison beginnt.

Von jener - den Spieltrieb lähmenden - Hitze besonders betroffen sind Games, deren Bewältigung Hirnschmalz voraussetzt. Denken tut weh, wenn es im PC-Gehäuse nur geringfügig wärmer ist als auf der Stirn. Dem schwitzenden Spieler ist es einerlei, ob Rätselapparaturen nun zweimal nach links gedreht werden wollen oder einmal nach rechts. Hauptsache, es drehen sich die Blätter möglichst vieler Ventilatoren.

Nicht nur das Deo versagt...

Deshalb kann der Job als Spieletester dieser Tage besonders hart sein. Schließlich setzt sich bei brütender Hitze nicht freiwillig an den PC - geschweige denn zum Spaß -, wer noch ein Restgedeck Tassen im Schrank hat. Steht dann auch noch ein kopflastiges Adventure auf dem Plan, schmilzt die Objektivität schneller dahin als der mühsam aufgebaute Deoschutz.

Diesen Eindruck scheint jedenfalls der Publisher Most Wanted Games gewonnen zu haben. Sein Abenteuerspiel "Das Eulemberg-Experiment" wurde von gleich drei deutschen Spielemagazinen mehr oder weniger gerupft. Allerdings nicht unisono, jedes der drei Hefte will andere Schwächen erkannt haben - und die Meinungen über positive Aspekte klaffen obendrein auseinander.

... auch Objektivität

Im Ergebnis differieren die Wertungen der Zeitschriften PC Powerplay, Gamestar und PC Games um 30 Prozent. Für die erbosten Spieleanbieter Grund genug, sich zu einer öffentlichen Kritik an den Kritikern hinreißen zu lassen: "Die Sonne brennt heiß - auch auf die Köpfe mancher Redakteure", so steht es auf der Website von Most Wanted Games geschrieben. Es gebe in deutschen Redaktionen scheinbar keinerlei Konsens darüber, was ein gutes Adventure ist und was nicht. Weiter heißt es: In schlecht klimatisierten Räumen knifflige Rätsel lösen zu müssen, sei wohl Ursache dafür, dass unmotivierte Redakteure ihren Frust an einem Adventure auslassen müssen, das diesen Spott nicht verdient habe.

Schweiß essen Spaß auf

Auch wenn netzwelt bei der Beurteilung der diesjährigen "Sommerspiele" um Objektivität bemüht ist: Es besteht kein Zweifel daran, dass Computerspielen bei tropischer Temperatur weniger Spaß macht. Genauso übrigens wie Fernsehen, Auto fahren, Einkaufen, Unkraut jäten oder Kolumnen lesen.

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Sommer 2006. Deutschland gleicht einem Backofen. Bei Temperaturen an die 40 Grad gerät so mancher Zock heißer, als es den Herstellern von Computerspielen lieb sein kann. Heiße Action braucht da sowieso keiner mehr. Mögen die Monster und Schurken doch bitte warten, bis mit schattigeren Tagen die neue Jagdsaison beginnt.

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Kolumne: Spielverderber Sonne
Kolumne: Spielverderber Sonne
Sommer 2006. Deutschland gleicht einem Backofen. Bei Temperaturen an die 40 Grad gerät so mancher Zock heißer, als es den Herstellern von Computerspielen lieb sein kann. Heiße Action braucht da sowieso keiner mehr. Mögen die Monster und Schurken doch bitte warten, bis mit schattigeren Tagen die neue Jagdsaison beginnt.
http://www.netzwelt.de/news/74412-kolumne-spielverderber-sonne.html
2006-08-03 12:16:00
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Kolumne: Spielverderber Sonne