Amnesie in Afrika

Test: Paradise

Bei den momentanen Temperaturen rauchen Köpfe ohne großes Zutun. Für zusätzliche Rauchentwicklung sorgt das neue Adventure von "Syberia"-Schöpfer B. Sokal.

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Nachts sind alle Großkatzen besonders grau. Viel zu entdecken gibt bei den Streifzügen mit dem Leoparden nicht
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Zu Beginn des Spiels sind die Umstände alles andere als paradiesisch. Ein Flugzeug, das sich im Anflug auf den fiktiven Afrikastaat Mauranien befindet, hat nicht nur mit Turbulenzen zu kämpfen, sondern auch mit Kugeln aus den Büchsen grimmiger Rebellen. An Bord des Fliegers befindet sich die Tochter des mauranischen Königs Rodon. Der bedrängte Despot hat das Töchterlein in der Stunde der Not zu sich gerufen. Etliche Jahre hatten die beiden sich nicht gesehen. Doch die familiäre Zusammenkunft rückt in die Ferne, als das Flugzeug am Boden zerschellt.

Filmriss nach Bruchlandung

Ann Smith, wie die Fremde aufgrund des mitgeführten Buches einer gleichnamigen Autorin genannt wird, überlebt unverletzt. Doch ihren richtigen Namen kann sie nach der Bergung aus dem Wrack nicht erinnern, geschweige denn etwas sonst. Und weil Amnesiepatientinnen nach hiesigem Verständnis am besten in einem Harem aufgehoben sind, landet die Gedächtnislose im nahegelegenen Prinzenpalast.

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Dort hat der Spieler erste Aufgaben zu bewältigen, um die Flucht aus jenem goldenen Käfig vorzubereiten. Unter weiblichen Adventurefans dürfte der unterschwellige Zickenkrieg im Hause des Prinzen einiges Schmunzeln bewirken. Dem Plausch mit Konkubinen und Palastangestellten folgt das Einsammeln hilfreicher Objekte, die sich über ein Inventarmenü problemlos miteinander kombinieren lassen, zum Teil sogar über mehrere Stadien. Gesteuert wird per Point&Click, wobei festzuhalten ist, dass der kugelartige Cursor im Test mehrmals sekundenlang einfror.

Die Qualität der Denksportaufgaben steigert sich von anfänglichen Botengängen über anspruchsvolle Mechanikrätsel hin zu vertrackten Zeremonien. Insgesamt bleiben die Aufgaben nachvollziehbar, immer vorausgesetzt, man hat das entsprechende Material zur Hand. Doch das ist keine Selbstverständlichkeit. Einige Objekte sind so perfekt an ihre Umgebung angepasst, dass jede Tarnkappe im Vergleich zur Litfasssäule wird. Mit Fairness haben solche "Versteckspiele" nichts zu tun.

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