Soll die Projektarbeit fördern
Der Gadget-Globus: Airhockey per Videokonferenz spielen
Michael Knott
Eine dünne Scheibe schießt über die spiegelglatt polierte Fläche, rast einer großen Leinwand entgegen und ist plötzlich verschwunden. Nach wenigen Sekundenbruchteilen taucht sie wie aus dem Nichts in über hundert Kilometern Entfernung wieder auf.
Airhockey ist der wohl rasanteste Spielhallen-Spaß, den es gibt. Zwei Spieler stehen sich dabei normalerweise an einem Tisch gegenüber und versuchen einen flachen Puck in das gegnerische Tor zu befördern. Die "Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization", kurz CSIRO, setzte nun die Säge an und halbierte einen solchen Airhockey-Tisch. Das Ziel: Dem Menschen die erste Kontaktaufnahme über ein Videokonferenz-System zu vereinfachen.
Spielen gegen die Hemmschwelle
Die Idee dahinter leuchtet ein. Menschen haben normalerweise kein Problem damit, über Bildschirm und Headset gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten - wenn sie zuvor bereits miteinander bekannt gemacht wurden. Beim Plaudern mit einem Unbekannten über ein Video-System gibt es aber oft eine Hemmschwelle. Genau hier kommt der halbierte Airhockey-Tisch ins Spiel.
Beide Hälften sind über ein Netzwerk miteinander verbunden. Nicht nur das Bild vom Spielenden wird an den Gegner übertragen, sondern auch der Ton. Sobald der Puck die Mittellinie passiert hat, wird er von einem raffinierten System aufgefangen und verschluckt. Gleichzeitig stellt der Tisch Geschwindigkeit und Richtung des Pucks fest. Auf der anderen Tisch-Seite wird er, mit einer kaum merkbaren Verzögerung, wieder entsprechend herauskatapultiert.
Machbar, aber nicht verkaufbar
"Wir glauben, dass die physische Kommunikation besser ist als eine rein virtuelle, wenn es darum geht, zwei unbekannte Menschen miteinander bekannt zu machen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer guten Zusammenarbeit an zukünftigen Projekten."
Der Haken: Wie sooft bei interessanten Gadgets wird auch dieser Airhockey-Tisch vorerst weder in Spielhallen noch in der Betriebskantine stehen. Er wurde lediglich als Machbarkeits-Studie vorgestellt.
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Zitat:
Schade eigentlich :-)
Denn wenn man alle Spielhallen vernetzt wären (was die meisten wohl vermutlich schon sind...), dann bräuchte man nicht immer jemanden dabei haben oder irgend jemand anspechen ob er spielen will. Man geht an eine freie Hälfte vom Tisch (evtl Anmeldung nötig) und irgendwo, in irgendeiner entfernten Spelunke wird schon jemand warten, um einen Gegner vom Tisch zu putzen ;-)
Mit weltweiter automatischer Rangliste...
Mit automatisierten Turnieren (Einladungstuniere und/oder freie)...
Lustige Idee
Grüße Grunzer
Hallo,
es ist wirklich jammerschade, dass so eine tolle Sache in der Besenkammer verschwinden soll. Wir sind ein interaktive Lern- und Erlebniswelt "Phänomenia" (www.phaenomenia.de)für Kinder. In dieser sollen die Kinder mit allen Sinnen ihre Umwelt begreifen zu lernen. Wir sind immer auf der Suche nach Exponaten mit denen man das Interesse der Kinder an Naturwissnschaften und zukunftsweisenden Technologien wecken kann.
Wir sind sehr daraninterresiert Ihre Machbarkeitsstudie "Airhockey per Videokonferenz" bei uns als kostenlose Dauerleihgabe für wissbegierige Kinder zur Nutzung aufzutellen.
Ansprechpartner: Frau Doris Bradler Tel.L 03763-4082210
Wir freuen uns über Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Doris Bradler
Phänomenia der IWS gGmbH
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