Schön zu sehen: Eizo FlexScan S2100 im Test
Unterhaltsam
Als regelrechter Meister beim Darstellen niedrigerer Auflösungen (Interpolation) hat es der S2100 im Grunde gar nicht nötig, dennoch kann das Bild noch nachträglich in fünf Stufen geglättet werden. Außerdem ist das Interpolationsverfahren frei wählbar. Entweder wird auf die ganze Fläche oder volle Höhe gestreckt oder ein kleinerer, verlustfreier Ausschnitt angezeigt. Zusätzlich kann selbst die Hintergrundfarbe irgendwo zwischen Schwarz und Weiß variiert werden.
Weitere, nicht unbedingt wichtige Details zeugen vom Einfallsreichtum der Eizo-Entwickler: ein Sensor, der die Bildschirmhelligkeit passend zu den jeweiligen Lichtverhältnissen regelt, und die abschaltbare Betriebsleuchte für sensible Nachtschwärmer. Ferner erweisen sich die beiden USB-Anschlüsse als praktischer Bonus. Der zwar leise, aber unangenehm hochfrequente Pfeifton, der uns beim ersten Einschalten begrüßte, verschwand gegen Ende des Tests völlig.
Eines vorweg - es gibt schnellere Flachbildschirme als den Eizo FlexScan S2100. Auch der so genannte "Dynamic Motion Picture Overdrive" ändert nichts daran, dass spezielle Zocker-LCDs immer noch flotter zu Werke gehen. Allerdings hegen wir berechtigte Zweifel, dass diese auch nur annähernd an die Bildqualität des S-PVA-Musterbeispiels heranreichen.
Selbst das düstere "Quake 4" bekommt neben einer wunderschönen Darstellung ausreichend Licht und fein differenzierte Dunkeltöne verpasst. Das wiegt die stärkere Treppchenbildung im Vergleich zu einem klobigen Röhrenmonitor unserer Meinung nach gleich mehrfach auf. Gelegenheits-Gamer sollten das zwar sichtbare, aber völlig vertretbare Schlierenaufkommen verkraften können.
Nicht ganz so perfektionistisch gibt sich der S2100 hingegen beim Wiedergeben von Videos. Auf kurze Distanz tritt eine deutlich sichtbare Grobkörnigkeit zutage, zudem bleiben durch Komprimierung hervorgerufene Bildfehler, so genannte Artefakte, stets sichtbar. Hier haben wir auch schon Schöneres gesehen. Dennoch soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Abspiel-Qualität auf einem durchaus hohen Niveau bewegt.
Vorbildlich für große Geldbeutel
Eizo macht es uns beim FlexScan S2100 sehr schwer, etwas Negatives zu finden. Die Mechanik könnte einen Einrast-Mechanismus für die Pivot-Funktion und zum Teil weniger Widerstand vertragen. Außerdem sind die Bedientasten in Monitorfarbe bei schwacher Beleuchtung nur schwer auszumachen. Die ästhetischen Nachteile des langweiligen Lichtgraus dürften sich spätestens beim schwarzen Modell in Luft auflösen. Sonst überzeugt der 21-Zöller fast auf ganzer Linie und kann den meisten Konkurrenten in puncto Bildqualität die lange Nase zeigen. Allerdings kann selbst die fünfjährige Garantie den happigen Kaufpreis von mindestens 830 Euro leider nur bedingt entschärfen.

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Zitat: Hallo Ben, Jetzt habe ich gerade den S2100 vor mir stehen ;-). Ihr hattet zu ihm eine sehr gute Ausleuchtung bescheinigt. Jetzt weiß ich zwar, daß die Ausleuchtung...
Hallo Ben, Jetzt habe ich gerade den S2100 vor mir stehen ;-). Ihr hattet zu ihm eine sehr gute Ausleuchtung bescheinigt. Jetzt weiß ich zwar, daß die Ausleuchtung aller TFT's nicht perfekt ist,...
Für welchen Monitor würdet ihr euch entscheiden für den Eizo S2100 oder den NEC 2190UXp??? der nec scheint technisch besser zu sein ... aber ohne vergleichstest hilft mir das auch wenig.
Vielen Dank für deine Einschätzung! Gruß ping
Zitat: hallo, ich bin gerade über den test gestolpert. wie würdest du den bildschirm im vergleich zum dell 2407WFP einschätzen, besonders in bezug auf spieletauglichkeit (lag?) und...