Super-Prozessor? Intel Conroe und Merom im Handel
Conroe & Co.: Intels AMD-Killer offiziell zu haben
Bereits im Vorfeld haben sich Intels neue Dual-Core-CPUs einen Ruf als Strom sparende Super-Prozessoren gesichert, die selbst AMDs beste Stücke einfach stehen lassen. Heute kommen neun Varianten des Core 2 Duo offiziell in den Einzelhandel.
Vorerst ist die Zeit der zweifelhaften Gigahertz-Rekorde vorbei, denn selbst der schnellste Vertreter mit Conroe-Kern taktet 800 Megahertz langsamer als der bis dato leistungsstärkste Pentium Extreme Edition 965. Dennoch muss sich AMDs Vorzeigemodell Athlon 64 FX-62 laut ersten Messungen sogar langsamer getakteten Core 2 Duos geschlagen geben.

Weniger ist mehr
Intel hat endlich dazugelernt und den Stromverbrauch seiner mit 291 Millionen Transistoren bestückten Prozessoren eigenen Angaben zufolge um 40 Prozent gesenkt. Während Konkurrent AMD bei seinen aktuellen Desktop-Modellen für den Sockel AM2 noch auf etwas gröbere 90-Nanometer-Strukturen setzt, baut Intel wie auch bei der letzten CPU-Generation auf die feinere 65-Nanometer-Fertigung.
Zwar bleibt Marktführer Intel weiterhin dem Sockel 775 beziehungsweise LGA775 treu, allerdings sind bestimmte Mainboards Voraussetzung. Diese müssen entweder über den 975X- oder den P965-Chipsatz verfügen. Letzterer gilt trotz günstigerer Platinen-Preise derzeit als der schnellere von beiden. Mit den neuen Prozessoren steht nun auch erstmals die mobile 64-Bit-Unterstützung für Notebooks ins Haus.
Mehr drin
Allerlei architektonische Neuerungen sollen für zusätzlichen Leistungszuwachs sorgen: Darunter die "Wide Dynamic Execution", die bis zu vier Befehle auf einmal laden, verwalten und ausführen kann. Durch den "Smart Memory Access" wird die verfügbare Speicherbandbreite optimal ausgenutzt. Angeblich sollen Verzögerungen damit regelrecht "versteckt" werden. Hinzu kommt unter anderem ein von beiden Kernen gemeinsam genutzter Level-2-Cache, von dem jeder nur so viel bekommt, wie er gerade benötigt.

Wer in den vergangenen Wochen die Preisentwicklung von Prozessoren beobachtete, erlebte eine schöne Bescherung. Selbst die Anschaffungskosten für AMDs bestes Stück, den Athlon 64 X2 6000+, sind im Laufe des vergangenen Monats um gut die Hälfte gefallen. Auch bei Intel wurde kräftig nach unten korrigiert, hier geht ein leistungsstarker Core 2 Duo schon ab etwa 100 Euro über die Ladentheke.
Auf dem hauseigenen Intel Developer Forum hat Intel eine neue CPU-Serie für Notebooks angekündigt, den Core i7-Mobile. PC-Anwender, die es sich leisten können, dürfen sich auf die Extreme Edition freuen. Diese lässt sich noch zusätzlich übertakten.
Der Prozessormarkt ist in Bewegung. Kurz nachdem AMD die neue Tigris-Plattform auf den Markt gebracht hat, legte Intel mit seinen Core i-Modellen nach. Verbraucher stehen beim Rechnerkauf angesichts der neuen Chipsätze vor der Qual der Wahl. Denn je nach Preissegment bieten Händler sowohl Computer mit aktuellen Chipsätzen als auch günstige Modelle mit CPUs aus älteren Serien an.
Intel präsentiert als erster Prozessor-Hersteller eine Sechs-Kern-CPU für Heimanwender. Der unter dem Codennamen Gulftown entwickelte Hexa-Prozessor basiert auf einer optimierten Westmere-Architektur. Gefertigt wird der Intel Core i7-980X Extreme Edition in der modernen 32-Nanometer-Technologie.





Beiträge
insgesamt 3 BeiträgeSiehe Artikel: Zitat: Mit den neuen Prozessoren steht nun auch erstmals die mobile 64-Bit-Unterstützung für Notebooks ins Haus. Die unterstützen den Befehlssatz von AMD....
sind das dann auch 64bit prozessoren?
Wie lange muß man denn rechnen, bis erste Notebooks mit dem Chip wirklich zu kaufen sind? Und sind die dann schon wirklich ausgereift oder gibt es doch öfter mal Probleme?