Nigeria Connection wütet auf eBay: Millionen-Schaden für Verkäufer
Wie soll man sich schützen?
Ebay-Pressespecherin Fuest widerspricht dem Ergebnis energisch. "Den Schaden in der Höhe können wir nicht bestätigen. Die Schätzungen entbehren jeder Grundlage. Tatsache ist, dass nur sehr wenige Verkäufer auf diese Masche hereinfallen." Wie viele es tatsächlich sind, wird wohl nie genau festgestellt werden können. Nicht alle Opfer melden sich bei eBay oder erstatten Anzeige.

Entsprechend hart die Kritik gegenüber den Auktionsplattform-Betreiber. "Was die Nigerianer veranstalten, ist symptomatisch für das marode Sicherheitssystem von eBay", ärgert sich Schmidt. "Herausforderungen werden zu spät erkannt und nur zögerlich bekämpft. Zwischenzeitlich können organisierte Betrügergruppen Millionengewinne abschöpfen und mit verbessertern Strategien ihre Ressourcen noch gewinnbringender einsetzen. Die Rumänen haben das mit Phishing und Account-Takeovern vorgemacht und die Chinesen ziehen gerade in großen Schritten nach", warnt er schon jetzt vor neuen Maschen, die uns in den nächsten Monaten erwarten. Glaubt man einem Thread im eBay-Forum, dann haben die Mitglieder der Nigeria Connection bereits Amazon.de für sich entdeckt.
Maike Fuest setzt dem Bild des untätigen Auktionshauses entgegen, dass am Sicherheitslevel ständig gearbeitet wird. "eBay arbeitet derzeit an einer Verbesserung seines Systems. Letztlich darf dieses aber auch keine unangemessen hohe Hürde für ehrliche Verkäufer werden. Grundsätzlich gilt: Egal wie hoch die Sicherheitsvorkehrungen sind - mit einem hohen Maß an krimineller Energie werden es Einzelne immer schaffen können, diese beispielsweise mit Hilfe falscher Personaldokumente zu umgehen", so Fuest im Gespräch mit netzwelt.
Aber wie kann man sich als eBay-Verkäufer schützen? "Vor dieser Masche schützt in erster Linie der gesunde Menschenverstand. Verkäufer sollten niemals einseitig in Vorleistung treten und misstrauisch werden, wenn sie in Verbindung mit einem Versand nach Nigeria dazu aufgefordert werden", mahnt Maike Fuest. Ebay-Experte Schmidt empfiehlt detailiert folgende Regeln zu beachten, damit man nicht Opfer der Nigeria-Masche wird:
- keine Ware abschicken
- nicht auf Mails antworten*
- keine Links in Mails anklicken*
- keine (Bank-)Daten weitergeben*
- negativ bewerten zur Warnung für andere Verkäufer
- erst den unbezahlten Artikel melden, dann wiedereinstellen
- an die EFCC Nigeria melden
- Wenn kein Versand der Ware verlangt wird, sofort die Mailbox sichern!*
*Beachten Sie, dass Sie auch Opfer der Betrüger werden können, selbst wenn Sie keine Ware verschickt haben. Dabei agieren die Scammer folgendermaßen: Durch den Kauf erhalten sie, neben den Kontaktdaten des Verkäufers, auch dessen E-Mail-Adresse. Die bei eBay angegebene Adresse ist die, über die eBay auch mit dem Verkäufer kommuniziert. Folgerichtig kann der Betrüger versuchen, den Mailaccount zu knacken, was bei einfachen Passwörtern über Brute Force kein Problem darstellt. Deshalb gilt als Sicherheitsrichtlinie Nummer eins, dass der für eBay genutzte Mailaccount mit einem besonders starken Passwort versehen wird. Außerdem sollten keine persönlichen Daten an den Angreifer übermittelt werden, das erleichtert im Zweifelsfall nur das Erraten des Passworts.
Phishing: Die Sache mit dem Mailaccount
Ist der Mailaccount nämlich erst einmal geknackt, kann der Angreifer auch den eBay-Account abgreifen. Dazu muss einfach nur die eBay-Funktion für verlorene Passwörter aktiviert werden. Ebay schickt eine Bestätigungsmail an die eingetragene Adresse, der Phishing-Scammer kann das Passwort ändern und schon ist der Account in seinem Besitz. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Paypal-Account, der nicht selten mit der gleichen Mailadresse versorgt wird wie der eBay-Account. Hier ist das Schadenspotential am größten: Passwort ändern und eine beliebige Summe vom Konto des Anwenders anfordern, schon kann mit dem geklauten, echten eBay-Account ordentlich eingekauft werden.
Schutz gegen diese Angriffe gibt es kaum. Wer Opfer eines eBay-Scammers geworden ist, sollte darauf achten, dass sein E-Mail-Konto ein bombensicheres Passwort hat. Zudem kann der Betrüger bei eBay gemeldet und schlecht bewertet werden. Oft werden die betrügerischen eBay-Accounts nach dem Kauf aber sofort gelöscht, was die Vorgehensweise wesentlich erleichtert.
eBay-Gebühren erstatten lassen
Ärgerlich sind die Scammer trotzdem allemal, selbst, wenn sie tatsächlich nur hinter der Ware her sind: Teure Artikel kosten den Verkäufer bei Verkauf einen nicht unbeträchtlichen Anteil an Verkaufsprovision, zudem muss der Artikel neu eingestellt werden. Um das Geld zurückzuerhalten, müssen bei eBay folgende Schritte durchgeführt werden:
- Nicht bezahlten Artikel melden.
- Dem Zweitbieter ein Angebot machen.
- Ist das erfolgt oder gibt es keinen Zweitbieter, kann direkt ein Antrag auf Gutschrift der Verkaufsprovision gestellt werden.
- Alternativ lässt sich der Artikel auch kostenlos neu einstellen.
- Um weiteres Bieten durch negativ bewertete oder 0-Bewertungen-Accounts zu verhindern, sollte der Käuferkreis eingeschränkt werden.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 29 Beiträge
Die werden evtl. eine fingierte Überweisung versuchen. Bei Lastschriften kann ich die bis zu 13 Monate zurückbuchen lassen. Das Problem hat dann die Bank.
Ohje also hätte ich da snet zufällig gelesen wäre ich wohl auch drauf reingefallen xD Wollte nur im inet schauen was der versand nach negeria kostet und da bekam ich fats nen schock was ich statt dessen zu lesen...
ebay ist die amerikanische "Müllhalde" wo sämtlicher "Restmüll" landet der entsorgt werden muss und wo "Glückritter" und "********" aller Kategoriern ihr Glück versuchen um möglichst schnell viel Geld zu...
Habe bis heute schon 3 nachfragen diesen Art , bei der ersten gleich bei Google nachgeschaut ,@mail waren in schlechten Deutsch und English , die @mail Adressen habe ich bei BKA gemeldet .
Wie wär dass, wenn man, rein Probehalber, nen Ziegelstein mit nem netten Anschreiben, vonwegen, sobald Geld da ist kommt echte Ware, nach Nigeria schickt? Vlt. können die sich dann ja mal ne Schule bauen um besser...