Nigeria Connection wütet auf eBay: Millionen-Schaden für Verkäufer

* Name von der Redaktion geändert

In nur drei Wochen erstellte Schmidt eine Liste mit 5.549 mutmaßlichen Nigeria Connection Accounts auf eBay. "Allein im Juli wurden von diesen Accounts über 40.000 Artikel in Betrugsabsicht erworben", schätzt Schmidt. Meist handelt es sich um Elektronikartikel, bei einzelnen Artikeln gehen 20 Prozent der Gesamt-Käufe bei eBay.de auf das Konto der Scammer.

Eine Liste der Accounts findet sich im Internet, wird aber den wenigsten Verkäufern helfen. Alle Accounts wurden von eBay gesperrt oder von den Verkäufern aufgegeben. Kein Grund allerdings, sich in Sicherheit zu wägen, warnt Schmidt. "Allerdings entstehen allein für den Kauf in Deutschland täglich 250 bis 300 neue Accounts!"

Gehackter eBay-Account
So sieht ein gehackter eBay-Account aus: Käufe im Minutentakt

Hase-und-Igel-Spiel: Über 5.500 Accounts im Juli bei eBay Deutschland

"Ebay hat dem Betrug der Nigerianer bisher so gut wie nichts entgegen gesetzt", beschwert sich ein Mitglied im eBay-Forum. "Jetzt rächt es sich, daß eBay keinerlei Hürden aufgestellt hat, um Anmeldung mit falschen Identitäten zu unterbinden. Auf den eBay-Hilfeseiten sucht man vergeblich Hinweise auf die verbreitete Betrugs-Masche der Nigerianer. Wie so oft wird das Thema totgeschwiegen oder verharmlost", so der harte Vorwurf. Wie eBay gegen bekante Betrüger vorgeht erklärt eBay-Pressespecherin Maike Fuest auf Anfrage von netzwelt: "eBay schließt Mitgliedskonten umgehend aus, wenn diese auffällig werden. Unsere Sicherheitssoftware wird zudem ständig angepasst und erweitert. Trotzdem bleibt der Kampf gegen Betrüger natürlich zu einem gewissen Grad auch immer ein Hase-und-Igel-Spiel."

5549 mutmaßliche Betrüger auf einer Liste
5549 mutmaßliche Betrüger auf einer Liste
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Eine Sicherheitsvorkehrung bei eBay ist, dass neue Käufer nicht mehr als fünf Artikel auf einmal kaufen dürfen. Um diese Hürde zu umgehen, nutzen die Betrüger auch gehackte Accounts von - bis dahin - seriösen Verkäufern. So kann noch schneller noch mehr Kasse gemacht werden ohne Verdacht zu schöpfen. Gekauft wird alles, was hochwertig ist und sich gut verkaufen lässt: Notebooks, Handys, PDAs, Spielekonsolen und ähnliche Artikel - meist von Markenartikel-Herstellern. Schmidt hat sich die Mühe gemacht und zeigt, wie innerhalb von drei Wochen eine Produktgruppe systematisch von den Betrügern "aufgekauft" wird. Das Ergebnis: In der Kategorie "Handy & Organizer" (nur für die Stichwörter "Nokia", "Samsung", Sony", "Motorola") wurden im Zeitraum vom 04. bis zum 25. Juli 20.646 (davon 10.305 Sofortkauf) Produkte verkauft, der durschnittliche Erlös betrug 247 Euro. Die Betrüger sollen davon 4.528 Käufe getätigt haben, etwa 22 Prozent des Gesamtvolumens. Die meisten Käufe tätigten diese per Sofortkauf bzw. Festpreis und nutzten dafür 2.208 verschiedene Accounts. Der Schaden für die Verkäufer dürfte in der Kategorie bei rund 60.000 Euro liegen.

800.000 Euro echter Schaden für eBay-Verkäufer?

Den Schaden bei eBay-Deutschland schätzt Schmidt* auf rund 800.000 Euro pro Monat und rechnet uns vor: "Für den (Kauf-)Zeitraum vom 04. Juli bis zum 25. Juli 2006 wurden insgesamt 5.549 Nigeria-Accounts gefunden, die sämtlich als Käufer bei ebay.de aktiv waren. Die Accounts haben durchschnittliche 4,5 Artikel mit einem Warenwert von jeweils ca. 340 Euro gekauft. Rechnet man die erfassten 21 Tage auf den gesamten Monat Juli hoch, kommt man auf 8.191 Accounts mit 36.900 Käufen. Die tatsächliche Anzahl wird etwa 20% darüber liegen. Bei den Scans für die Listenerstellung sind nämlich nur bestimmte Schüsselwörter abgefragt worden und nicht sämtliche eBay-Angebote und Käufer. 10.000 Accounts und 45.000 Käufe sind für den Juli realistische Werte, was ein Gesamtumsatz von über 15 Millionen Euro ergibt." Da glücklicherweise "nur" etwa 5 Prozent auf die Masche der Connection hereinfällt, beträgt der Schaden für die Veräufer im Juli um die 800.000 Euro. Wohl gemerkt: Nur in Deutschland und nur im Juli.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 29 Beiträge

Die werden evtl. eine fingierte Überweisung versuchen. Bei Lastschriften kann ich die bis zu 13 Monate zurückbuchen lassen. Das Problem hat dann die Bank.

Ohje also hätte ich da snet zufällig gelesen wäre ich wohl auch drauf reingefallen xD Wollte nur im inet schauen was der versand nach negeria kostet und da bekam ich fats nen schock was ich statt dessen zu lesen...

ebay ist die amerikanische "Müllhalde" wo sämtlicher "Restmüll" landet der entsorgt werden muss und wo "Glückritter" und "********" aller Kategoriern ihr Glück versuchen um möglichst schnell viel Geld zu...

Habe bis heute schon 3 nachfragen diesen Art , bei der ersten gleich bei Google nachgeschaut ,@mail waren in schlechten Deutsch und English , die @mail Adressen habe ich bei BKA gemeldet .

Wie wär dass, wenn man, rein Probehalber, nen Ziegelstein mit nem netten Anschreiben, vonwegen, sobald Geld da ist kommt echte Ware, nach Nigeria schickt? Vlt. können die sich dann ja mal ne Schule bauen um besser...

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